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Autonom am Mainkai

Autonom am Mainkai
OV-003 2020 Frankfurt University of Applied Sciences - FGNM

Ziele/Ideen

Für bestehende Probleme im Verkehrssektor, wie Staus, Luft- und Lärmbelastung besonders in Innenstädten, wird derzeit nach adäquate Lösungen für den Mobilitätssektor gesucht. Dabei sollen sich die neuen Mobiltätsangebote nicht nur auf die Probleme und bestehenden Herausforderungen im privaten Verkehrssektor konzentrieren, sondern auch auf den ÖPNV, da dessen Probleme kontinuierlich anspruchsvoller werden. So steht heute neben einer potenziellen Verringerung der Unfallzahlen auch das Lösen der Problematik des steigenden Fahrermangels im Fokus der Verkehrsgesellschaften. Zudem müssen neue Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum entwickelt, erprobt und etabliert werden, da der ÖPNV in vielen ländlichen Gebieten Versorgungslücken, trotz bestehender Mobilitätsbedürfnisse, vorzuweisen hat.

Mit Blick auf den ÖPNV könnte ein mit Level vier bzw. fünf automatisiertes Mobilitätsangebot einen positiven Beitrag und eine Deckung der Mobilitätsbedürfnisse leisten.
Diese besitzen das Potenzial die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge maßgeblich zu reduzieren ohne dabei auf individuelle Mobilitätsbedürfnisse verzichten zu müssen, die Emissionen durch eine effizientere Ressourcennutzung zu senken und die Kosten für den Betrieb von Verkehrsunternehmen maßgeblich zu reduzieren. Darüber hinaus können weitere attraktive Angebote in ländlichen Räumen geschaffen und eine Reduktion der privaten Fahrzeuge erzielt werden.

Diese Potenziale wurden bereits von der Rhein-Main-Verkehrsgesellschaft identifiziert, die ein großes Interesse hat, autonome Shuttlebusse zu testen, um dadurch neuartige Lösungen für die aufgezeigten Herausforderungen zu finden. Bevor erste Shuttles eingesetzt werden können, müssen vorab umfassende Tests angestellt werden. Die erste Möglichkeit autonome Shuttlebusse zu erforschen, ergab sich, wie oben beschrieben, für die Rhein-Main-Verkehrsgesellschaft im Rahmen der Sperrung des nördlichen Mainufers der Stadt Frankfurt am Main. Durch diesen Testbetrieb können wichtige bzw. notwendige Erfahrungen für den Betrieb autonomer Shuttles als Teil des ÖPNV gesammelt werden. Sowohl technische, als auch verkehrliche Herausforderungen für den Regelbetrieb können erfasst und Lösungen entwickelt werden. Durch den direkten Kontakt zu den Nutzern, in Form einer online zugänglichen Fahrgastbefragung, können zudem Nutzungshemmnisse unmittelbar aufgenommen werden. Diese Erkenntnisse sind essenziell, da die Akzeptanz für eine neue Mobilitätslösung von elementarer Bedeutung ist. Da die Frankfurt University of Applied Sciences an genau auf diese Punkte die wissenschaftliche Begleitung ausgerichtet hat, können Lösungen für die derzeitig bestehenden Probleme und Herausforderungen gefunden werden.

Kurzbeschreibung

Das nördliche Mainufer der Stadt Frankfurt am Main wurde am 30.07.2019, im Rahmen eines 13-monatigen Testlaufs, für den motorisierten Verkehr gesperrt. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verwendet seit dem 20.09.2019 einen Teil der Strecke, um zwei autonomatisierte Shuttlebusse zu erproben. Alle Interessenten können kostenlos mitfahren und die Shuttles testen.
Im Rahmen dieses Projekts werden von der Frankfurt University of Applied Sciences die Gegebenheiten vor Ort erforscht, analysiert und bewertet. Dafür werden während des Betriebs quantitative Nutzerbefragungen durchgeführt und ausgewertet. Das Ziel ist die grundlegende Akzeptanz der Nutzenden des autonomen Shuttles zu untersuchen und folglich die nutzer- und betriebsbezogenen Herausforderungen beim Einsatz von autonomen Kleinbussen im regulären Linienbetrieb im öffentlichen Raum zu identifizieren. Alle Ergebnisse fließen abschließend in die Entwicklung von Handlungsempfehlungen ein, die auf weitere Großstädte übertragbar sind.

Resultate

Seit dem Projektstart haben bereits einige Fahrgäste an der Umfrage teilgenommen und wichtige Anmerkungen zu diesem neuen Mobilitätskonzept gemacht.

Da das Projekt noch bis Ende November läuft, können hier noch keine Ergebnisse aufgezeigt werden. Allerdings zeigen die hohe Anzahl an Fahrgästen und Teilnehmern den hohen Erfolg dieses Forschungsprojekts sowie die Aussagekraft der erzielten Ergebnisse.

Einreicher

Frankfurt University of Applied Sciences
Frau Prof. Dr.-Ing. Petra Schäfer
Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main
Petra.Schaefer@fb1.fra-uas.de
+49 69 1533 2797

frankfurt-university.de/verkehr

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