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Integriertes Mobilitätskonzept Allgäu

Integriertes Mobilitätskonzept Allgäu
MM-009 2022 Jansen (Allgäuer Zeitung vom 02.03.2021)

Ziele/Ideen

Die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs mit den negativen Auswirkungen von Verkehrsstaus, Parkplatzsuche und schädlichen Emissionen ist nicht nur Thema in urbanen Zentren, sondern trifft zunehmend auch ländliche Regionen, welche touristisch geprägt sind, wie bspw. das Allgäu. Ausdruck der Problemlage sind medial gespielte Schlagwörter, wie Overtourism, Overvisiting und touristische Hotspots. Die wachsenden Überlastungserscheinungen im Voralpenland waren u.a. auch Auslöser, dass sich die Region Allgäu entschlossen hat, ein integriertes Mobilitätskonzept auf regionaler Ebene zu erstellen. Ein Ziel hierbei war es, Maßnahmen zur Besucherlenkung zu implementieren, um die verkehrlichen Hotspots in den touristischen geprägten Gebieten zu entzerren.
Fokus lag auf technologischen Innovationen, die jedoch in einem integrierten Gesamtkonzept für die Gesamtregion des Allgäus aufgehen sollten. Damit wurde eine sehr umfassende und geographisch weit gefasste Perspektive eröffnet.

Kurzbeschreibung

Es wurde ein integriertes allgäuweites Mobilitätskonzepts entwickelt mit dem Ziel der Aktivierung von Gebietskörperschaften und der Initiierung eines regionalen Transformationsprozesses. Das Konzept besteht aus zwei wesentlichen Bausteinen: zum einen wurde eine Sofortmaßnahme im Bereich des digitalen Parkraummanagements umgesetzt und evaluiert, zum anderen wurde ein ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt, welches sowohl Push- als auch Pull-Maßnahmen beschreibt. Ein wesentliches Element war neben der Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen die Ableitung konkreter Maßnahmen für die Etablierung der essenziellen Basisstrukturen (Kommunikation, Beteiligung, Mobilitätsmanagement), um Mobilität ganzheitlich zu denken und eine langfristige Mobilitätswende in der Region Allgäu mit den diversen Anforderungen zu fördern.

Resultate

Im Prozess ist klar geworden, dass der Bereich Tourismus künftig viel stärker das Handlungsfeld Mobilität als zentrale Aufgabe integrieren muss. Touristisches Mobilitätsmanagement adressiert als Teil eines zukunftsfähigem Destinationsmanagement explizit die Welt der Touristiker. Dies beschreibt eine Erweiterung des bisherigen Mobilitätsmanagements (MM), bestehend aus den Säulen kommunales, betriebliches & schulisches MM. Die Erweiterung der Trilogie aus KMM, BMM & SMM um TMM bietet sich die Chance, einen „neuen Handlungsbereich“ zu etablieren, der beide Bereiche Tourismus und Mobilität zusammenfasst und neue Zielgruppen bzw. Multiplikatoren einer nachhaltigen Mobilitätsförderung erschließt. Ein erster Erfolg ist die Schaffung zusätzlich (personeller) Ressourcen für das Mobilitätsmanagement. Die Sofortmaßnahme zu digitalem Parkraummanagement gab den Startschuss für weitere konkrete Umsetzungen in vielen weiteren Gemeinden des Allgäus & Skalierung der bisherigen Pilotmaßnahme.

Einreicher

Green City Experience GmbH
Frau Dr. Jessica Le Bris
Türkenstraße 55-57, 80799 München
jessica.le-bris@greencity.de
+49 89 890668623

https://ag.greencity.de/en/experience/

Partner

Allgäu GmbH: Auftraggeber

urban institute GmbH: Technologische Sofortmaßnahme (digitales Parkraumm

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logisti: Experteninterviews, Projektbegleitung

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