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Mobility Choices

Mobility Choices

Ziele/Ideen

Verkehrserhebungen (KONTIV oder MZMV) werden typischerweise nicht länderübergreifend, nur 5-jährlich und zudem meist mittels aufwändiger Fragebogen durchgeführt. Daher fehlen wichtige Informationen über grenzüberschreitende Verkehrsströme, wie sie gerade in der Bodenseeregion alltäglich sind (z.B. Berufspendler, Tourismus und grenzüberschreitenden Einkauf). Im Projekt erfolgt die Datenerhebung automatisch und ist daher nicht mit zusätzlichem Aufwand für das Ausfüllen von Fragebögen und die damit verbundenen Unsicherheiten verbunden.
Die Angebote der öffentlichen Verkehrsmittelanbieter sind häufig nicht hinreichend bekannt und können teilweise schlecht auf die unmittelbare Situation, den Wunsch nach einer einfach planbaren Transportmöglichkeit zu einem best. Ziel, übertragen werden. Durch die App sollen für die täglich zurückgelegten Wege, z.B. zur Arbeit/Schule/Verein/Einkaufen alternative Transportmittel aufgezeigt werden, die zum einen besser den Vorlieben des Verkehrsteilnehmers entsprechen, aber auch umweltfreundlicher sind.

Kurzbeschreibung

Abgesehen vom übergeordneten Ziel der Stärkung der nachhaltigen und „sanften“ Mobilität im Bodenseeraum und damit verbunden einer Reduktion von Treibhausgasemissionen, verfolgt das Projekt folgende Ziele:
1. Schaffen einer Entscheidungsgrundlage für Behörden, Kommunen oder Organisationen mit einer Anwendung zur Analyse des Mobilitätsverhaltens
2. Anregung zu nachhaltiger Verhaltensänderungen bzgl. der Wahl geeigneter Verkehrsmittel für Alltagswege durch ein VTBC-Programm (Voluntary Travel Behavioral Change)
Dazu soll eine kostenlos zu verwendende Smartphone-App entwickelt werden, die sich an individuelle Präferenzen der Nutzer anpassen lässt. Ergänzt wird die App durch eine Auswertungsmöglichkeit, die beteiligten (z.B. kommunalen) Stellen behilflich ist, maßgeschneiderte und zeitlich befristetet Auswertungen der Verkehrsströme auf Basis der teilnehmenden (oder kurzfristig aktivierbaren) App-Nutzer durchführen zu können.

Resultate

Die Software steht mit sämtlichen Komponenten (einschließlich mobile App und Analyse-Applikation) vollständig produktiv zur Verfügung. Die automatische Transportmittelerkennung des Systems erreicht eine Genauigkeit von ca. 97%. Dadurch werden nur minimale Korrekturen durch den Benutzer erforderlich, die vor dem Freigeben eines Tracks direkt in der App vorgenommen werden können. Dies ermöglicht wesentlich genauere Untersuchungen des Verkehrsverhaltens als die üblichen zeitaufwändigen manuellen (nicht automatisierten) Ansätze, die auf Fragebögen basieren, z.B. KONTIV.
Aktuell gibt es ca. 200 BenutzerInnen der App, die bereits ca. 750 Wege für die Analyse freigegeben haben.
Aktuell wird die App für die Aktion Paris-Vorderwald (http://www.energieregion-vorderwald.at/paris-vorderwald) eingesetzt: 76 Personen aus dem vorderen Bregenzerwald versuchen, die Pariser Klimaziele konkret für sich umzusetzen.
Das System wurde 2018 bei den Regionalentwicklungsstellen Ostschweiz präsentiert.
Im Herbst 2018 wurde die App für das Lindauer Nahmobilitätskonzept im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche eingesetzt.

Einreicher

Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Herr Thomas Feilhauer
Hochschulstr. 1 (S2 05), 6850 Dornbirn
thomas.feilhauer@fhv.at
+43 5572 792 7105

https://www.fhv.at/

Partner

Fachhochschule Vorarlberg GmbH: Projektleitung, Entwicklung der Software, Betrieb des Systems

Kairos, Institut für Wirkungsforschung: Martin Strele

FHS St. Gallen: Edith Maier

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