Aktive Mobilität – geh-meinsam zu mehr Lebensqualität

Einreichende Institution: Marktgemeinde Wiener Neudorf
Jahr: 2026
Bundesland: Niederösterreich
Projektbild 26311

Ziele/Ideen

Besonders ist der integrierte Planungsansatz: Aktive Mobilität wird nicht als Einzelmaßnahme betrachtet, sondern bei jeder Straßen-, Platz- und Raumplanungsentscheidung mitgedacht. Fußverkehr, Radverkehr, ÖV, E-Carsharing, Nextbike, DFI-Anzeigen, hochwertige Radabstellanlagen, Begrünung, Versickerung und Aufenthaltsqualität werden gemeinsam geplant. Der Lindheimplatz steht dafür exemplarisch: Er ist Mobilitätsknoten, Treffpunkt, Marktfläche, Spiel- und Aufenthaltsraum sowie Klima- und Schwammstadtprojekt zugleich. Innovativ ist auch die Verbindung von Raumplanung und Mobilitätskonzepten, etwa über Grundabtretungen, weniger Stellplätze, mehr Durchwegungen und Mobilitätsangebote für Wohnbau und Betriebe.

Kurzbeschreibung

„Aktive Mobilität – geh-meinsam zu mehr Lebensqualität“ ist die Gesamtstrategie der Marktgemeinde Wiener Neudorf für sichere, kurze und attraktive Alltagswege zu Fuß, mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der neu gestaltete Lindheimplatz als erste Fußgängerzone des Ortes zeigt den Ansatz sichtbar: Aus Verkehrs- und Asphaltflächen wurde ein klimaangepasster, barrierearmer Treffpunkt mit Grün, Bäumen, Brunnen, Aufenthaltsqualität und direkter Anbindung an den Bahnhof. Das Projekt verbindet Mobilitätswende, Ortskernbelebung, Verkehrssicherheit und Lebensqualität.

Resultate

Die wichtigste Wirkung des Projekts liegt im Perspektivenwechsel: Straßen- und Platzräume werden nicht mehr primär als Verkehrsflächen, sondern als klimaresiliente, soziale Infrastruktur verstanden. Am Lindheimplatz wurde aus versiegeltem Raum ein öffentlicher Lebensraum, der Alltagsmobilität, Begegnung, Spiel, Aufenthalt und Klimaanpassung verbindet. Sozialer Mehrwert entsteht für alle Generationen: Kinder erhalten sichere und attraktive Wege, ältere Menschen barrierearme Aufenthaltsräume, Menschen ohne Auto bessere Teilhabe, Betriebe und Nahversorgung profitieren von einem lebendigen Ortszentrum. Die Umweltwirkung ist messbar: rund 2.500 m² Asphalt wurden entfernt, etwa 1.300 m² Grünflächen geschaffen, 32 Bäume im Schwammstadtprinzip gepflanzt, 220 m³ Substrat eingebracht und ein Brunnen mit wiederverwendetem Wasser errichtet. Der Bahnhofsbereich wird täglich von rund 1.500 Fußgänger und Radfahrer genutzt.Die wichtigste Wirkung des Projekts liegt im Perspektivenwechsel: Straßen- und

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