Betriebliche Fahrgemeinschaften als Baustein nachhaltiger Pendlermobilität. Ein Pilotprojekt der Stadt Frankfurt als Ergänzung zum ÖPNV.

Einreichende Institution: traffiQ - lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Jahr: 2026
Projektbild 26232

Betriebliche Fahrgemeinschaften als Baustein nachhaltiger Pendlermobilität ist ein Pilotprojekt der traffiQ, der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt verzeichnet täglich rund 390.000 Einpendler, wobei der motorisierte Individualverkehr dominiert und der Besetzungsgrad privater Pkw im Berufsverkehr bei nur 1,5 Personen liegt. Dies führt zu Staus, Umweltbelastungen und Flächenkonflikten. Um diese Herausforderungen zu adressieren, erprobt traffiQ eine digitale Mitfahrplattform für den beruflichen Kontext. Ziel ist es, die Auslastung von Fahrzeugen zu erhöhen und Fahrgemeinschaften als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr zu etablieren.

Das Innovative am Vorhaben liegt in der Verknüpfung technologischer Lösungen mit verhaltensorientierten Maßnahmen wie Anreizsystemen und Kommunikationskampagnen. Ein zentraler Aspekt ist die geplante tarifliche Integration: Für Inhaber eines ÖPNV-Abotickets sollen die Kosten einer Mitfahrt übernommen werden. Dadurch wird der gemeinschaftlich genutzte Pkw in das multimodale ÖPNV-System eingebunden. Diese Strategie soll das Mobilitätsverhalten der Pendler schrittweise in eine nachhaltigere Richtung lenken, ohne deren gewohnte Lebensrealitäten zu ignorieren, und so einen effizienten Mobilitätsmix fördern.

Mit Stand Mai 2026 haben sich nach 20 Monaten Projektlaufzeit rund 4.554 Nutzende registriert. Durch knapp 36.000 durchgeführte Fahrgemeinschaften stieg der Besetzungsgrad auf 2,23 Personen pro Fahrzeug, was eine Einsparung von über 164 Tonnen CO₂-Emissionen ermöglichte. Die durchschnittliche Fahrtendistanz beträgt rund 45 Kilometer. Die Plattform wird an zwei Standorten getestet, darunter die Fraport AG. Eine Skalierung am Frankfurter Flughafen mit rund 80.000 Beschäftigten ist in Vorbereitung. Im Rahmen des Förderprojekts SMILE werden bis Juni 2027 wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt und ein nachhaltiges Betreibermodell entwickelt.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

traffiQ – lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Partner

Karos: Softwaredienstleister
Fraport AG: Projektleitung SMILE bei der Fraport AG

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