Flying Gardens
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Ziele/Ideen
Die Flying Gardens verbinden Klimawandelanpassung, Aufenthaltsqualität und Mobilität in einer neuartigen Form urbaner Infrastruktur. Die Innovation liegt in der horizontalen Überspannung des öffentlichen Raums mit Kletterpflanzen: Begrünte Edelstahlnetze schaffen Schatten und natürliche Kühlung, ohne wertvolle Nutzflächen einzuschränken. Im Unterschied zu klassischen Begrünungen funktioniert das System auch dort, wo aufgrund von Leitungen, Tiefgaragen oder U-Bahn-Trassen keine Bäume gepflanzt werden können. Die modularen, freistehenden Netztragwerke benötigen nur wenig Material und lassen sich flexibel an unterschiedliche Gegebenheiten anpassen. Neu ist insbesondere die Integration von Begrünung und Leichtbau-Netztragwerk in einer freistehenden Konstruktion. Im Projekt wurde technisches Wissen zu Netzgeometrien, Pflanzenwachstum und wirtschaftlich sinnvollen Spannweiten entwickelt. Flexibel positionierbare Stützen ermöglichen die Anpassung an komplexe urbane Bedingungen.
Kurzbeschreibung
Die „Flying Gardens“ sind ein modulares Begrünungssystem für den öffentlichen Raum. Begrünte Edelstahl-Netze werden auf leichte Tragstrukturen gespannt und mit schnell wachsenden Kletterpflanzen berankt. Dadurch entstehen angenehme Aufenthaltsräume überall dort, wo Menschen Hitze ausgesetzt sind und gleichzeitig die volle Fläche für Mobilität benötigt wird – etwa bei Haltestellen, auf Plätzen, Bahnhofsvorplätzen, Märkten oder Parkplätzen. Wo Leitungen, Tiefgaragen oder U-Bahn-Trassen keinen ausreichenden Wurzelraum für Bäume zulassen, finden die Wurzeln von Kletterpflanzen noch Platz. Die Flying Gardens verbessern das Mikroklima, reduzieren Hitzebelastung und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Die Konstruktionen können zusätzlich mit Membranen ergänzt werden, um wettergeschützte Aufenthaltsbereiche für wartende Menschen zu schaffen. Ziel ist eine rasch wirksame, flexible und skalierbare Lösung für klimafitte, lebenswerte und verkehrsberuhigte Städte.
Resultate
Im Rahmen des laufenden Entwicklungsprojekts wurden bereits mehrere konkrete Anwendungsfälle für Straßenräume, Plätze und Parkflächen untersucht. Derzeit werden Case-Studies unter anderem für den Karmelitermarkt, die Lange Gasse in Wien sowie weitere Standorte in Österreich und Deutschland ausgearbeitet. Die Anforderungen der Feuerwehr sowie der öffentlichen Beleuchtung wurden bereits mit den zuständigen Stellen abgestimmt. Dabei konnte bestätigt werden, dass Feuerwehrfahrzeuge über die Konstruktionen auskragen können und bestehende Straßenbeleuchtung integrierbar bleibt. Die Entwicklung stößt bereits in der frühen Phase auf großes Interesse bei Städten, Unternehmen und Stakeholdern.
Partner
Rataplan – Architektur ZT GmbH: Lead-Partner Architektur
Green4Cities GmbH: Partner Freiraumplanung
MSIng officium GmbH: Partner Tragwerkplanung + Netz-Design