Initiative Grüner Brenner
Jahr: 2026
Bundesland: Tirol
Ziele/Ideen
Das Besondere und Innovative am Projekt Die Initiative „Grüner Brenner“ ist eines der ersten grenzüberschreitenden Projekte Europas, das den elektrischen Schwerlastverkehr gezielt auf einer der wichtigsten Alpen-Transitachsen etabliert. Das Projekt verbindet Deutschland, Österreich und Italien in einer gemeinsamen Initiative und vereint Logistikunternehmen, Infrastrukturbetreiber, Energieversorger, Fahrzeughersteller und politische Entscheidungsträger. Innovativ ist insbesondere der ganzheitliche Ansatz: Neben dem Ausbau emissionsfreier Logistik werden auch Ladeinfrastruktur, Verkehrssteuerung und politische Rahmenbedingungen gemeinsam gedacht. Gleichzeitig nutzt das Projekt die besonderen Vorteile von eLKW im alpinen Gelände, da durch Rekuperation bei Bergabfahrten Energie zurückgewonnen und die Effizienz deutlich gesteigert werden kann. Die Initiative schafft damit ein europaweites Vorbild für nachhaltigen Güterverkehr und bietet eine offene Kooperationsplattform.
Kurzbeschreibung
Die Initiative „Grüner Brenner“ verfolgt das Ziel, den Brenner-Korridor zwischen München und Verona als europäische Modellregion für emissionsfreien Straßengüterverkehr zu etablieren. Durch den verstärkten Einsatz von elektrischen LKW, den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie innovative politische und wirtschaftliche Maßnahmen soll eine nachhaltige, multimodale Logistiklösung entlang einer der wichtigsten Transitachsen Europas entstehen. Das Projekt leistet einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung des Güterverkehrs, reduziert CO₂-, Lärm- und Schadstoffemissionen und stärkt gleichzeitig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Infrastrukturbetreibern und Politik in Deutschland, Österreich und Italien.
Resultate
Die Initiative „Grüner Brenner“ hat zentrale Akteure aus Logistik, Infrastruktur, Energie und Politik in Deutschland, Österreich und Italien in einer europäischen Flaggschiffallianz vereint. Bereits heute liegen belastbare Wirkungspotenziale vor: Ein eLKW spart im Schnitt rund 95 t CO₂ pro Jahr. Bei einer Elektrifizierung von 10 % des Verkehrs – etwa 720 eLKW täglich – könnten jährlich 68.000 t CO₂ vermieden werden, vergleichbar mit der Bindungsleistung von 5–6 Mio. Bäumen. Erste Pilotanalysen zeigen zudem eine Lärmreduktion um bis zu 6 dB in sensiblen Alpenräumen sowie weniger Stauzeiten durch effizientere Verkehrssteuerung. Sozial profitieren Fahrerinnen und Fahrer durch ruhigere Fahrprofile, planbarere Routen und bessere Arbeitsbedingungen. Die Initiative stärkt damit Umweltqualität, Verkehrssicherheit und den sozialen Mehrwert entlang des Brenner-Korridors.
Partner
MAN Truck & Bus SE: Partner
Energie Südbayern: Partner
Fa. Dettendorfer Spedition: Partner
Fa. Alpitronic: Partner
Fa. Kostner Brixen: Partner
Fa. Unterer Logistics: Partner
Fa. FRYTE: Partner
Stadtwerke Kufstein: Partner