Mobilitätsmanagement der JKU Linz

Einreichende Institution: Johannes Kepler Universität Linz
Jahr: 2026
Bundesland: Oberösterreich
Rad-Sharing Station vor der JKU Linz

Das Mobilitätsmanagement der JKU Linz ist ein Projekt der Johannes Kepler Universität Linz. Ziel ist es, den Pendelverkehr klimafreundlicher zu gestalten, um die bis 2030 angestrebte Klimaneutralität zu unterstützen. Da knapp 42 Prozent der Emissionen durch das tägliche Pendeln entstehen und weniger als 30 Prozent der Personen mit fossilen PKWs über 84 Prozent dieser Emissionen verursachen, setzt das Projekt an den bestehenden Strukturen an. Die Universität subventionierte ihre Parkplätze zuvor mit bis zu 400.000 Euro jährlich. Diese Subventionen wurden umgewandelt, indem die Gebühren erhöht und sozial gestaffelt wurden. Die daraus entstehenden Mehreinnahmen finanzieren eine jährliche Mobilitätsförderung von 120 Euro für alle Bediensteten ab 12 Wochenstunden.

Das Besondere liegt in der Kombination aus Lenkung und Anreiz. Durch die sozial gestaffelte Preiserhöhung und die direkte Rückführung der Mittel als Förderung wird der Widerstand gegen höhere Kosten abgefedert, da alle Bediensteten gleichermaßen profitieren. Ergänzend incentiviert die App Pave Commute nachhaltige Mobilitätsformen. Beschäftigte und Studierende dokumentieren ihre Wege zur Universität und erhalten für klimafreundliche Anreisen virtuelle Währungen, die gegen Preise wie Gutscheine oder Klimatickets eingetauscht werden können. Dieser Ansatz verschiebt den Fokus von der bloßen Kostenbelastung hin zu einem System, in dem nachhaltige Mobilität belohnt wird.

Mit Stand Mai 2026 ist der Kern des Projekts seit März 2026 abgeschlossen, wobei die Maßnahmen unbefristet weiterlaufen. Die Einführung der App Anfang 2024 sowie der Ausbau der Radinfrastruktur führten bereits zu einer Reduktion der Pendel-Emissionen um über 170.000 kg CO₂-Äquivalent. Nach der Einführung der neuen Gebührenstruktur im März 2026 sank die Zahl der verkauften Semesterparktickets um knapp 18 Prozent. Die Reichweite umfasst die knapp 4.200 Bediensteten und 27.000 Studierenden an den drei Standorten. Über Netzwerke wie den European Campus of City-Universities tauscht sich die Universität mit anderen Hochschulen aus, um die Maßnahmen weiterzuentwickeln. Zukünftig werden die Aspekte regelmäßig evaluiert und die Infrastruktur für Fahrräder sowie E-Mobilität weiter ausgebaut.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

Johannes Kepler Universität Linz

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