Kluge Straßen

Einreichende Institution: aks gesundheit
Jahr: 2026
Bundesland: Vorarlberg
Projektbild 26272

Ziele/Ideen

Kluge Straßen verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit kommunaler Praxis und schafft ein einfach anwendbares Instrument, welches Klimawandelanpassung und Gesundheitsförderung sowie Chancengerechtigkeit miteinander verbindet. Es gibt bereits ähnliche Projekte (z.B. Healthy Streets, BlueGreen Streets, Nachbarschaftsparks). Das Besondere an Kluge Straßen ist die Verbindung von Klimafitness, Mobilität, Gesundheit und direkte Bewertung vor Ort. Das Projekt bietet somit ein Werkzeug für bestehende Straßenumbauten und Sanierungen an und nutzt diese als Chance für nachhaltige Verbesserungen. Die Bewertung kann für den Bestand und Planung einer Straße gemacht werden. Die Gegenüberstellung ermöglicht eine Analyse der Verbesserung. Außerdem wird die Photovoice-Methode genutzt, die es ermöglicht Menschen zu beteiligen, die in der öffentlichen Partizipation unterrepräsentiert sind. Ihre Perspektiven können so direkt in die Planung von Straßenräumen einfließen.

Kurzbeschreibung

Kluge Straßen befähigen, verbinden, schützen. Herzstück des Projektes ist ein für und mit Gemeinden sowie Bürger:innen entwickeltes praxisnahes Audit-Verfahren, mit dem die Potenziale einer Straße systematisch bewertet werden können – einfach, verständlich und direkt in laufenden Straßenprojekten anwendbar. Das Tool hilft Gemeinden, bei Sanierungen oder Umbauten Chancen für Klimafitness, sichere und aktive Mobilität und Gesundheitsförderung frühzeitig zu erkennen und mitzudenken. Dabei geht es um faire Straßenräume, die für alle Menschen gut nutzbar sind – unabhängig von Alter, Mobilität oder sozialer Situation. Kluge Straßen zeigt zudem, wie gezielt Perspektiven von oft unterrepräsentierten Gruppen wie Kindern, älteren Menschen oder mobilitätseingeschränkten Personen eingebunden werden können. Es soll dazu beitragen, dass Straßen künftig nicht nur Verkehrsflächen, sondern lebenswerte öffentliche Räume für alle werden.

Resultate

Erfolg: Die Pilot-Testungen in Gemeinden zeigten die hohe Praxistauglichkeit des Ansatzes. Erste Rückmeldungen aus den Pilotgemeinden ergaben, dass das Tool als strukturierte Gedankenstütze, Kommunikationsinstrument und Grundlage für politische Diskussionen sowie Bürger:innenbeteiligung genutzt werden kann, insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. Eine abteilungsübergreifende Durchführung (z.B. Abt. Tiefbau, Umwelt, Gesundheit, Soziales) bestimmt die Qualität der Ergebnisse. Besonders hervorgehoben wurde der Mehrwert der Sozialraum-Analyse, da vertiefende Nutzer:innen-Perspektiven sichtbar werden. Das Photovoice-Konzept wurde mit Volksschulkindern sehr erfolgreich umgesetzt, bei hochaltrigen Personen allerdings als zu hochschwellig empfunden. Für Multiplikator:innen hochaltriger Personen (z.B. 24-h-Pfleger:innen, ehrenamtliche Spaziergänger:innen bei Pflegeheimen) kann die Methode aber empfohlen werden. Fehlende Indikatoren aus Kinderperspektive werden ergänzt.

Einreicher

aks gesundheit

Partner

Energieinstitut Vorarlberg: Projektpartner
Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, Kanton St.Gallen: Projektpartner
Amt für Hochbau und Raumplanung, Landesverwaltung Fürstentum Liechtenstein: Projektpartner
Agglomeration Rheintal: Assoz. Projektpartner
Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein: Assoz. Projektpartner
CIPRA International: Sub-Auftragnehmer
Rosinak & Partner: Sub-Auftragnehmer
Metron: Sub-Auftragnehmer

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