Kluge Straßen
Jahr: 2026
Bundesland: Vorarlberg
Das Projekt Kluge Straßen ist ein Vorhaben von aks gesundheit. Straßenräume sind häufig stark auf den motorisierten Verkehr ausgerichtet, wodurch Potenziale für Klimafitness, Gesundheit und sichere Mobilität bei Sanierungen ungenutzt bleiben. Als Lösung entwickelte der Projektträger ein praxisnahes Audit-Verfahren, mit dem Gemeinden die Qualität eines Straßenraums systematisch bewerten können. Dieses Werkzeug dient als Gedankenstütze, um bei Umbauten frühzeitig Aspekte wie aktive Mobilität, Aufenthaltsqualität und Klimawandelanpassung in die Planung zu integrieren.
Das Besondere an Kluge Straßen liegt in der Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit kommunaler Praxis sowie der Verknüpfung von Klimafitness, Gesundheitsförderung und Chancengerechtigkeit. Im Gegensatz zu bestehenden Ansätzen ermöglicht das Verfahren eine direkte Bewertung vor Ort für Bestand und Planung, was eine Analyse der Verbesserungspotenziale erlaubt. Durch die Integration der Photovoice-Methode und sozialräumlicher Analysen werden Perspektiven von Kindern, älteren Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen direkt einbezogen. Dies trägt zu ökologisch verträglicher Mobilität bei, indem Straßen nicht nur als Verkehrsflächen, sondern als multifunktionale Lebensräume betrachtet werden, die das Zufußgehen und Radfahren attraktiver machen.
Mit Stand Mai 2026 wurde das Auditverfahren in fünf Pilotgemeinden in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein getestet. Die Ergebnisse bestätigten die Praxistauglichkeit als Kommunikationsinstrument für Verwaltung und Politik, wobei die Photovoice-Methode bei Kindern gut funktionierte, für hochaltrige Personen jedoch Anpassungen erforderte. Die Reichweite beschränkte sich auf das Alpenrheintal. Bis Ende 2026 ist die Digitalisierung und Veröffentlichung des Tools auf einer Homepage geplant, um es dem gesamten DACH-Raum zur Verfügung zu stellen. Für 2027 sind länderspezifische Zukunftswerkstätten, eine internationale Konferenz sowie Fortbildungen zur Anwendung des Konzepts vorgesehen.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
Energieinstitut Vorarlberg: Projektpartner
Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, Kanton St.Gallen: Projektpartner
Amt für Hochbau und Raumplanung, Landesverwaltung Fürstentum Liechtenstein: Projektpartner
Agglomeration Rheintal: Assoz. Projektpartner
Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein: Assoz. Projektpartner
CIPRA International: Sub-Auftragnehmer
Rosinak & Partner: Sub-Auftragnehmer
Metron: Sub-Auftragnehmer