land.mobil:LAB x Nachbarschaftsautos
Jahr: 2025
Bundesland: Niederösterreich
Ziele/Ideen
Mobilitätslabore sind ein innovativer Ansatz, um Communities zu bilden und Bottom-up-Strukturen wie das Nachbarschaftsauto Rafings zu fördern. In kleinen Orten oder Grätzln wird die Kleinräumigkeit als Chance gesehen: Man kennt einander und kann so leichter neue Möglichkeiten der Mobilität erproben. Aus Peer-to-Peer-Carsharing wird im Waldviertel das Nachbarschaftsauto, das mit wenig Aufwand gemeinsam genutzt werden kann. Reservieren kann man es über ein Webtool oder einfach über den Gartenzaun hinweg. Durch den Bottom-up-Ansatz kann sichergestellt werden, dass maßgeschneiderte Mobilitätslösungen für Regionen und Nachbarschaften im Waldviertel und darüber hinaus entwickelt und umgesetzt werden.
Kurzbeschreibung
Das land.mobil:LAB (LML) ist ein im Waldviertel angesiedeltes Forschungsprojekt. Gemeinsam mit Gemeinden, lokalen Unternehmen und Waldviertler:innen werden im LML Lösungen für eine neue Mobilität am Land ausgetestet und durch uns, die TUW, wissenschaftlich begleitet. Wir haben 5 Jahre Zeit, um uns mit flexiblem Mikro-ÖV, Mobilität für Kulturveranstaltungen, Peer-to-Peer-Carsharing und mehr auseinanderzusetzen.
Eines der vom LML begleiteten Projekte ist das Nachbarschaftsauto Rafings. Ziel ist die modellhafte Entwicklung mit Buchungs- und Verrechnungssoftware sowie die Begleitung der Realisierung eines Nachbarschaftsautos in Pilotorten und damit die Ermöglichung der Ausweitung – Stichwort Potenzial an Peer-to-Peer-Sharing (theoretisch ca. 2 der rund 5 Mio. Pkw in Österreich!).
Es geht im Projekt um Ermächtigung hin zu einem abgesicherten, einfachen und kostengünstigen Modell des Nachbarschaftsautos. Gestartet wird in Rafings, Aschbach & Kautzen, weitere Orte sind im Gespräch.
Resultate
Das land.mobil:LAB konnte bereits Dutzende Akteur:innen für die Community aktivieren. Beim Auftaktevent im März 2025 wurde gemeinsam gebrainstormt. Mehrere Projekte (“Innovationsvorhaben”) befinden sich in der Planung, u.a. für Umnutzung von Tankstellen, Mitfahrgelegenheiten zu Kulturevents und Mobilitätsbildung in Schulen. Auch auf Social Media (Instagram, LinkedIn) ist das land.mobil:LAB vertreten, um so neue Zielgruppen zu erreichen.
Die Nachbarschaftsautos – allen voran im ersten Pilotmodell in der kleinen Ortschaft Rafings – werden vom Forschungsteam begleitet. Neben einer Erhebung der Beweggründe entsteht ein Storybook, das Nutzer:innen einen raschen und niederschwelligen Einblick ermöglicht. So profitiert die Forschung und auch das Konzept wird gemeinsam weiterentwickelt und geschärft. So gibt es mittlerweile drei Nachbarschaftsautos und mehr Standorte sind im Aufbau.
Partner
IT Pollak: Softwareentwicklung
Ortschaft Rafings: Umsetzung Nachbarschaftsauto
TRE Thayaland GmbH: Unterstützung Nachbarschaftsautos