Neugestaltung des Straßenraums in der Camillo-Sitte-Gasse – Mehr Platz für Fußgänger*innen und Grün statt Falschparkern
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Ziele/Ideen
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass unterschiedliche Bedürfnisse (Wunsch nach Begrünung und breiteren Gehsteigen trifft auf Wunsch nach freier Fahrt) in einem Projekt zusammengeführt werden und eine Umsetzung gefunden wird, durch die alle Nutzer*innen und Verkehrsteilnehmer*innen der Camillo-Sitte-Gasse profitieren. Durch die Begrünung und die schattenspendenden Hochstammsträucher werden notwenige Klimaanpassungen vorgenommen, die gleichzeitig auch den Umweltverbund stärken. Fußgänger*innen profitieren durch den neu gestalteten Gehsteig und den geschaffenen Platz. Fahrgäste der Wiener Linien profitieren von der höheren Zuverlässigkeit der Linie 9 und den neuen komfortablen, barrierefreien Haltestellen. Alle Verkehrsteilnehmer*innen profitieren von verbesserten Sichtbeziehungen, welche die Verkehrssicherheit erhöhen. Für die Anrainer*innen bedeutet die Neugestaltung eine höhere Lebensqualität.
Kurzbeschreibung
Der Wunsch nach Begrünung und Entsiegelung trifft auf das klare Ziel Fahrtbehinderungen durch Falschparker zu reduzieren. Als Gemeinschaftsprojekt der Bezirksvorstehung des 15. Bezirks und den Wiener Linien entsteht die klimafitte Neugestaltung der Camillo-Sitte-Gasse. Wo Falschparker oftmals die Nerven von Öffi-Nutzer*innen strapazierten, heißt es jetzt entspannt „freie Fahrt“. Wo versiegelte Flächen für „Sahara-Feeling“ sorgten, schenken Grünbeete, 20 Hochstammsträucher, Sitzmöglichkeiten, ein Trinkbrunnen, eine begrünte Wartehalle und breitere Gehsteige Lebensqualität. Eine Mikroaufenthaltsfläche vor dem örtlichen Nahversorger schafft einen Ort der Begegnung. Die Vorteile sind vielfältig und spürbar – ein besseres Mikroklima, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Barrierefreiheit, mehr Verkehrssicherheit und pünktlichere Öffis.
Resultate
Die bauliche Umsetzung erfolgte im Sommer 2025. Auswertungen der betrieblichen Qualitätsstatistik zeigen, dass seit dem Umbau keine Fahrtbehinderungen aufgrund von Falschparkern aufgetreten sind. Bisher oft bis zu einer Stunde dauernde Betriebsunterbrechungen werden durch die Neugestaltung vermieden. Die Folge ist, dass die Straßenbahnlinie 9 stabiler und mit weniger Verspätungen unterwegs ist als vor dem Umbau. Durch die Hochstammsträucher gibt es im Sommer weniger Hitzeentwicklung und die neuen Sitzgelegenheiten und der neue Trinkbrunnen laden zum Verweilen ein.
Partner
Bezirksvorstehung Rudolfsheim-Fünfhaus: Unterstützung im Planungsprozess
Magistratsabteilungen der Stadt Wien MA28, MA46, MA42: Unterstützung in Planung und Umsetzung
Amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke: Unterstützung und Förderung im Planungsprozess