Radweg durch die Lieserschlucht
Jahr: 2026
Bundesland: Kärnten
Der Radweg durch die Lieserschlucht ist ein Vorhaben des Amts der Kärntner Landesregierung, Abteilung 9 Straßen und Brücken. In der etwa zwei Kilometer langen Schlucht zwischen Spittal an der Drau und Seeboden herrschen beengte Platzverhältnisse, da nur der Flusslauf und die Straße vorhanden sind. Diese Situation machte frühere Versuche, eine sichere Verbindung für den Langsamverkehr zu schaffen, zunichte. Bisher nutzten Radfahrende die Straße im Mischverkehr, was von vielen als gefährlich empfunden wurde. Das Projekt errichtet daher eine eigenständige Geh- und Radverkehrsanlage. Diese schafft eine verkehrssichere Route für mehr als 32.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Region. Die neue Verbindung dient nicht nur touristischen Zwecken, sondern vor allem dem Alltagsradverkehr und verbindet die Region Millstätter See mit der Bezirkshauptstadt.
Das Besondere an dem Vorhaben liegt in der technischen Umsetzung aufgrund der schwierigen Geländesituation. Um die erforderliche Breite des Weges zu gewährleisten, wird die Anlage großteils als auskragende Konstruktion hergestellt. Diese Bauweise ist eher mit der Errichtung eines Brückenbauwerks als mit einem klassischen Radweg vergleichbar. Die geometrischen Parameter wie Breite, Steigungsverhältnisse und Oberflächenbeschaffenheit wurden so gewählt, dass die Anlage barrierefrei nutzbar ist. Dies erweitert den Nutzerkreis automatisch auf Personen mit speziellen Anforderungen. Durch die Trennung vom motorisierten Verkehr verbessert sich die Verkehrssicherheit und Nutzerfreundlichkeit erheblich, was den Umstieg auf das Fahrrad und das Zu-Fuß-Gehen fördert.
Mit Stand Mai 2026 befindet sich die Infrastruktur im Bau. Der Baubeginn erfolgte im Jänner 2025, die Fertigstellung und allgemeine Verkehrsfreigabe sind für Juni 2028 geplant. Behördliche Auflagen zur Aufrechterhaltung der Straßenverbindung verlängern die Bauzeit, die Arbeiten liegen jedoch im Zeitplan. Das Projekt stellt den Beginn einer Reihe von Lückenschlüssen im Radwegenetz dar. Kärnten- und österreichweit gibt es kein vergleichbares Vorhaben dieser Art. Die gewonnenen Erfahrungen sollen auf zukünftige, ähnliche Herausforderungen bei der Radwegeplanung übertragbar sein.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
Stadtgemeinde Spittal an der Drau: Projektpartner
Marktgemeinde Seeboden: Projektpartner