SAFE Mobilitätsräte
Jahr: 2026
Bundesland: Niederösterreich
Die SAFE Mobilitätsräte sind ein Projekt des Ingenieurbüros di*mann in Kooperation mit con.sens mobilitätsdesign. Ausgangspunkt war die hohe Zahl an Schulwegunfällen in Österreich sowie der Umstand, dass jedes fünfte Schulkind mit dem Auto zur Schule gebracht wird. Ziel war es, an fünf Pilotstandorten in Ostösterreich ortsspezifische Maßnahmen zu entwickeln, um den Anteil der Elterntaxis zu senken und aktive Mobilitätsformen wie Gehen oder Radfahren zu fördern. Dazu wurden partizipative Gremien eingerichtet, in denen Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Gemeindevertreter und Anrainer gemeinsam Lösungen erarbeiteten. Getestete Maßnahmen umfassten unter anderem Schulstraßen, Pedibus-Systeme, temporäre Straßensperren sowie bewusstseinsbildende Aktionen.
Das Besondere an den Mobilitätsräten ist die strukturierte Zusammenarbeit verschiedener Akteurinnen und Akteure, die im Alltag selten aufeinandertreffen. Durch den Austausch auf Augenhöhe entsteht eine breite Basis für die Akzeptanz der Maßnahmen. Die regelmäßigen Sitzungen verankern das Thema Schulmobilität fest in den Prioritätenlisten der Schulen und Gemeinden. Ökologisch trägt das Projekt bei, indem es die Selbstständigkeit der Kinder stärkt und den motorisierten Individualverkehr im Schulumfeld reduziert. Durch die Kombination aus Infrastrukturverbesserungen und Verhaltensänderungen wird eine nachhaltigere Mobilitätskultur gefördert.
Mit Stand Mai 2026 steht das Forschungsprojekt kurz vor dem Abschluss. Erste Ergebnisse zeigen positive Wirkungen: An der GTVS Hahngasse stieg der Anteil der Kinder, die eigenständig in die Schule kommen, von 26 Prozent im Juni 2024 auf 47 Prozent. Vor der Volksschule Langenzersdorf wurde die Sicherheit durch eine Schulstraße deutlich verbessert, während am Gymnasium Wolkersdorf mehr Schülerinnen und Schüler zum Radfahren motiviert werden konnten. Die Reichweite beschränkte sich auf die fünf Pilotstandorte. Die Methodik gilt als skalierbar, sofern die Beratungsleistungen finanziert sind oder hohes Eigenengagement besteht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Evaluierungsbericht sowie einer Broschüre für andere Schulen und Gemeinden aufbereitet.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
GTVS Hahngasse: Pädagogin, Mobilitätsbeauftragte VS Hahngasse
Gymnasium Wolkersdorf: Pädagoge, Mobilitätsbeauftragter Gymnasium Wolkersdorf
Stadtgemeinde Mürzzuschlag: Wirtschaftskoordinator, Stadtgemeinde Mürzzuschlag
Herta Reich Gymnasium und Realgymnasium Mürzzuschlag: Mobilitätsbeauftragter, BG/BRG Mürzzuschlag
Marktgemeinde Langenzersdorf: Bauamt, Marktgemeinde Langenzersdorf
VS Langenzersdorf: Direktorin, VS Langenzersdorf
Bezirksvorstehung Josefstadt: Bezirksvorsteher, Bezirk Josefstadt
VS Lange Gasse: Mobilitätsbeauftragte, VS Lange GAsse