SAFE Mobilitätsräte

Einreichende Institution: di*mann - Ingenieurbüro für Raumplanung mit con.sens mobilitätsdesign
Jahr: 2026
Bundesland: Niederösterreich
Projektbild 26269

Ziele/Ideen

Die Schulmobilität betrifft verschiedene Stakeholder-Gruppen, die in ihrem Alltag kaum aufeinander treffen, wie etwa: die Anrainerin, deren Einfahrt von Elterntaxis zugeparkt wird; Eltern, die sich am Weg um ihre Kinder sorgen; die Gemeinde, die den Betrieb der Schule verantwortet; die Pädagogin, die am Schulvorplatz kein Platz für ihr Fahrrad finden. Der SAFE-Mobilitätsrat ermöglicht einmal im Semester einen Austausch auf Augenhöhe zwischen den verschiedenen Stakeholdern. Im Mobilitätsrat hört die Bürgermeisterin die Anliegen der Schulsprecherin, während die Eltern die Bedürfnisse der Nachbarin wahrnimmt. Lösungen, die im Mobilitätsrat erarbeitet werden, haben somit eine breite Basis und Akzeptanz. Außerdem sorgen die regelmäßigen Mobilitätsrats-Sitzungen dafür, dass das Thema Schulmobilität in Zeiten von begrenzten zeitlichen, personellen und organisatorischen Ressourcen auf der Prioritätenliste von Schulen und Gemeinden fest verankert ist.

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des FFG-geförderten Forschungsprojektes „SAFE – Wir schaffen Raum für ein sicheres Schulumfeld“ haben wir die Schulmobilität an fünf Pilotstandorten in Ostösterreich partizipativ reorganisiert. Schüler:innen, Eltern, Pädagog:innen, Gemeindevertreter:innen und Anrainer:innen entwickelten in eigens eingerichteten Mobilitätsräten gemeinsam verbesserte und sichere Mobilitätslösungen für die Schulmobilität. Die vom Mobilitätsrat im Konsent beschlossenen Maßnahmen wurden im Rahmen temporärer Aktionen im Schulumfeld und an den Schulen erprobt. Zu den getesteten Maßnahmen zählen etwa eine neue Schulstraße, bewusstseinsbildende Äpfel-Zitronen-Aktionen, ein Pedibus, Beratung durch einen Entwicklungspsychologen, temporäre Straßensperren und Bemalungen. Das wichtigste Ziel der SAFE-Mobilitätsräte ist es einen sicheren Schulweg für die Kinder und ein sicheres Schulumfeld für alle zu schaffen.

Resultate

Aktuell läuft die Evaluierungsphase des Forschungsprojektes. Es liegen bereits erste Ergebnisse vor: Verkehrszählungen bei der GTVS Hahngasse zeigen, dass deutlich mehr Kinder eigenständig in die Schule kommen (26 % zu Projektbeginn im Juni 2024, jetzt: 47 %). Vor der VS Langenzersdorf hat sich durch eine Schulstraße die Sicherheit der Kinder vor der Schule in der Früh deutlich verbessert (hohe Zustimmung in einer Stakeholder-Befragung: 8/10 Punkte). Am Gymnasium Wolkersdorf wurden mehr Schüler:innen zum Radfahren motiviert und eine Gefahrenstelle entschärft (hohe Zustimmung in einer Stakeholder-Befragung: 7/10 Punkte). Die SAFE-Mobilitätsräte wurden durch die Teilnehmenden stets sehr gut angenommen und als wirksames Instrument wahrgenommen.

Einreicher

di*mann – Ingenieurbüro für Raumplanung mit con.sens mobilitätsdesign

Partner

GTVS Hahngasse: Pädagogin, Mobilitätsbeauftragte VS Hahngasse
Gymnasium Wolkersdorf: Pädagoge, Mobilitätsbeauftragter Gymnasium Wolkersdorf
Stadtgemeinde Mürzzuschlag: Wirtschaftskoordinator, Stadtgemeinde Mürzzuschlag
Herta Reich Gymnasium und Realgymnasium Mürzzuschlag: Mobilitätsbeauftragter, BG/BRG Mürzzuschlag
Marktgemeinde Langenzersdorf: Bauamt, Marktgemeinde Langenzersdorf
VS Langenzersdorf: Direktorin, VS Langenzersdorf
Bezirksvorstehung Josefstadt: Bezirksvorsteher, Bezirk Josefstadt
VS Lange Gasse: Mobilitätsbeauftragte, VS Lange GAsse

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