Sicher zur Schule- Elternhaltestellen, Begegnungszone und Schulstraße
Jahr: 2026
Bundesland: Oberösterreich
Ziele/Ideen
Das Besondere am Projekt ist die Kombination mehrerer aufeinander abgestimmter Maßnahmen zur sicheren und nachhaltigen Gestaltung des Schulumfeldes. Das Projekt setzt nicht nur auf Infrastrukturmaßnahmen, sondern auch auf Bewusstseinsbildung bei Eltern, Kindern und Anrainer:innen. Besonders innovativ ist der ganzheitliche Ansatz: Verkehrssicherheit, Klimaschutz, Gesundheitsförderung und soziale Begegnung werden gemeinsam gedacht. Dadurch entsteht ein Schulumfeld mit höherer Lebensqualität und mehr Selbstständigkeit für Kinder.
Kurzbeschreibung
Jeden Morgen herrscht rund um das Pflichtschulzentrum reger Verkehr: Autos halten, Kinder steigen aus, Straßen werden eng. Um die Sicherheit von rund 600 Schüler:innen zu verbessern, setzt die Stadt gezielte Maßnahmen um. Neu eingerichtet wurden zwei Elternhaltestellen – östlich der Schule in der Mayrhoferstraße und westlich in der Innenstadt. Zwischen 7 und 8 Uhr können Kinder dort sicher aussteigen. Klare Beschilderungen und Transparente sorgen für Orientierung. Besonders im Bereich der Post kommt es regelmäßig verkehrstechnisch zu Engpässen. Deshalb wurde die Verkehrsfläche auf ein Niveau gebracht, dadurch verbreitert und durch die Verordnung einer Begegnungszone vom Postvorplatz bis zum Haus Dietlstraße 8 multimodal nutzbar gemacht. Gemeinsam mit Rücksichtnahme unter den Verkehrsteilnehmern sind dabei die Stichwörter. Zusätzlich wird der obere Teil der Dietlstraße an Schultagen von 7 bis 8 Uhr zur Schulstraße erklärt. Mehr Platz und Sicherheit für Kinder – weniger Stress am Morgen
Resultate
Seit Umsetzung der Maßnahmen konnte die Verkehrssituation im Schulumfeld deutlich beruhigt werden. Gleichzeitig wird der Schulweg von mehr Kindern selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Gleichzeitig zeigt das Projekt positive Auswirkungen auf die Innenstadtbelebung: Durch die Elternhaltestelle im Bereich des Hauptplatzes profitieren auch die umliegenden Betriebe. So freut sich etwa der Bäcker am Hauptplatz über zusätzliche Laufkundschaft und spürbare Umsatzzuwächse am Morgen. Das Sicherheitsgefühl von Eltern, Kindern und Lehrpersonal konnte verbessert werden. Das Projekt zeigt, dass durch einfache Maßnahmen eine spürbare Verbesserung von Verkehrssicherheit, Lebensqualität und Umweltverträglichkeit erreicht werden kann.