Stadtverträgliche Logistik auf der letzten Meile – XXL Radlogistik Hub an der Paketposthalle München
Jahr: 2026
Der XXL Radlogistik Hub an der Paketposthalle München ist ein Vorhaben des Mobilitätsreferats der Landeshauptstadt München. In der bayerischen Landeshauptstadt erhalten Haushalte im Schnitt 93 Pakete pro Jahr, was zu hohem Zustellverkehr, Emissionen und Verkehrsbehinderungen führt. Der Wirtschaftsverkehr verursacht dort etwa ein Drittel des Verkehrsaufkommens. Um diese Lasten zu reduzieren, unterstützt die Stadt die Skalierung von Multi-User Radlogistik-Hubs. Der im Juni 2025 eröffnete Hub bietet auf rund 3000 Quadratmetern Umschlag- und Lagerflächen für Logistikunternehmen sowie Sozialräume und eine Werkstatt. Ziel ist die langfristige Verlagerung von 30 Prozent des Wirtschaftsverkehrs auf das Lastenrad.
Das Besondere an diesem Projekt ist die gemeinsame Nutzung großer Flächen durch mehrere internationale und lokale Logistikunternehmen. Diese Flächensynergien ermöglichen effiziente Betriebsabläufe und verbesserte Arbeitsbedingungen. Ergänzend fördert ein herstellerunabhängiger Showroom die Nutzung von Lastenrädern in weiteren Branchen wie Handwerk und Dienstleistung. Durch die Bündelung von Anlieferung, Lagerung und Serviceleistungen entsteht ein Ökosystem Radlogistik, das den urbanen Lieferverkehr ökologisch verträglicher gestaltet.
Mit Stand Juni 2026 sind fast alle Lagerflächen vermietet und der Showroom in Betrieb. Erfahrungen aus einem kleineren Hub am Viehhof zeigten bereits, dass pro Jahr rund 8,4 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Der Hub dient als Pionierprojekt für eine deutschlandweite Skalierung und wird auf Fachkonferenzen präsentiert. Ein Leitfaden fasst die Erkenntnisse zusammen. Da die EU-Förderung und die Zwischennutzung des Geländes Ende 2027 auslaufen, arbeitet die Stadt an einem wirtschaftlich tragfähigen Betreibermodell und sucht Ersatzflächen, um das Netzwerk an Radlogistikzentren in München zu verstetigen.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.