Strategie für den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur in Luxemburg
Jahr: 2026
Ziele/Ideen
Durch die räumliche und gesamthafte Herangehensweise und einem Prognosehorizont bis 2030 kann der zukünftige Bedarf ohne Berücksichtigung der exakten Gemeindegrenzen dargestellt werden. Der Raster zeigt auf, dass eine Konzentration im Ortskern oder entlang einer Umfahrungsstraße nicht den tatsächlichen Bedarf abdeckt. Die Gemeinden haben nun ein Planungsinstrument, wodurch der Ausbau gezielt gesteuert und Fehlinvestitionen vermieden werden können. Für die Strategieerstellung wurden Fahrzeugprognosen mit Berücksichtigung des E-Anteils, Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung, bestehende Ladepunkte mit den AFIR-Mindestzielen kombiniert. So entsteht ein praxisnahes Planungsinstrument. Dieses macht sichtbar, wo zusätzliche Ladeleistung gebraucht wird – und wo bestehende Infrastruktur bereits ausreicht. Der Ladebedarf je Zelle ist auf Geoportail unter „Layer–Katalog–Thema: Energie–Elektromobilität“ für alle einsehbar und kann daher Privatpersonen bei der Abwägung für ein E-Kfz unterstüt
Kurzbeschreibung
Mit dem Projekt wurde eine Strategie für den Ausbau öffentlicher E-Ladeinfrastruktur in Luxemburg bis 2030 entwickelt. Auf Basis der zu erwartenden Entwicklung an Elektrofahrzeugen (Kfz) wird der künftige öffentliche Ladebedarf (im zwei Jahresrhythmus) räumlich auf ein 1.000 × 1.000m-Raster verteilt. Berücksichtigt werden bestehende Ladestationen sowie die EU-Mindestziele nach AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation). Private Ladepunkte, etwa Wallboxen oder zukünftige Ladeangebote von Supermärkten und Tankstellen, werden nicht als steuerbare Ausbauleistung geplant, da deren Errichtung nicht direkt von der Gemeinde bzw. dem Staat Luxemburg beeinflusst werden kann. Es wurde jedoch zusätzlich eine Abschätzung des öffentlichen Ladebedarfs unter Berücksichtigung privater Lademöglichkeiten getroffen. Die Studie zeigt auf, wo zusätzliche öffentliche Ladeleistung benötigt wird und unterstützt eine gezielte, bedarfsgerechte Planung der Ladeinfrastruktur in den Gemeinden von Luxemburg.
Resultate
Im August 2024 wurden 2.435 öffentliche Ladestationen mit 119.316 kW installierter Ladeleistung erfasst. Für 2030 prognostiziert die Studie 275.900 E-Kfz und einen öffentlichen Ladebedarf von 327.478 kW nach AFIR. Nach Abzug der bestehenden Ladeleistung ergibt sich bis 2030 ein zusätzlicher Bedarf von 208.161 kW. Die Wirkung liegt vor allem in der gezielten Steuerung des Ausbaus: Ladeinfrastruktur kann dort errichtet werden, wo sie tatsächlich gebraucht wird. Das unterstützt den Umstieg auf E-Kfz und damit eine umweltverträglichere Mobilität. Ein sozialer Mehrwert entsteht durch die transparente Darstellung auf geoportail.lu (Kartenbasiert), wodurch Gemeinden und Privatpersonen die Ergebnisse einsehen können.
Partner
Klima Agence G.I.E: Auftraggeber