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rudi - regionale und dezentrale Infrastruktur

Ziele/Ideen

Der zunehmende Individualverkehr stellt vor dem Hintergrund globaler ökologischer Entwicklungen, Klimawandel, CO2-Belastung, etc. ein aktuelles Problem dar. Dabei gilt auch und gerade auf lokaler Ebene, dass weniger Verkehr eine lebenswertere Umwelt schafft.
Neben dem ökologischen Aspekt, befindet sich unsere Gesellschaft in einem permanenten Wandel. Dieser ist unter anderem durch eine steigende Individualisierung gekennzeichnet. Das Gemeinschaftsgefüge in den Kommunen sowie die gegenseitige Hilfe und Unterstützung laufen Gefahr, zunehmend an Bedeutung zu verlieren. Dieses Problem greift das Projekt mit dem Prinzip der social mobility in zweierlei Hinsicht auf. Erstens wirkt die Mitfahrbörse der Individualisierung der Mobilität entgegen und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt über das gegenseitige Kennenlernen. Zweitens werden über die Mitbringbörse ältere Menschen und jene Personen, die auf Hilfe angewiesen sind, im täglichen Leben unterstützt.
Das dritte Problemfeld, dem das Projekt entgegenwirkt, ist die Herausforderung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur. Der relativ dünn besiedelte ländliche Raum ist dadurch geprägt, dass das Angebot an Arbeitsplätzen sowie die Erreichbarkeit von Gütern und Diensten der Daseinsvorsorge, der Freizeitgestaltung etc. weitaus geringer ausgeprägt sind, als im urbanen Raum. Daraus resultieren auch größere Entfernungen zur Erledigung von Einkäufen, für Behördenwege oder auch für die Freizeitgestaltung. Diese müssen überwiegend mit dem eigenen Kfz zurückgelegt werden oder stellen eine oft nicht einlösbare Herausforderung an den öffentlichen Nahverkehr dar.

Kurzbeschreibung

Gegenstand des Projektes ist die Förderung sozialer Mobilität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Konkret wird über eine Webplattform sowie eine App („rudi“) eine kostenfreie kommunale Mitfahr- und Mitbringbörse entwickelt. Die Mitfahrbörse führt dabei die täglichen Wege von AutofahrerInnen und MitfahrerInnen zusammen. Die Mitbringbörse bietet die Möglichkeit, Alltagswege (z.B. Einkaufen, Post, Apotheke, etc.) für Menschen, die auf Unterstützung und Hilfe im Alltag angewiesen sind, einfach zu organisieren. Unsere Ziele definieren sich auf drei Ebenen:
Soziale Ebene:
- Förderung der Mobilität im ländlichen Raum, gerade für Menschen ohne eigenes Kfz
- Förderung der Kommunikation und des Zusammenhalts in der Gemeinde
- Förderung gegenseitiger Hilfe und Unterstützung (z.B. Einkauf und Besorgungen)
Umweltebene:
- Mitfahren statt Individualverkehr macht ökologisch Sinn (Schadstoffe, Ressourcenverbrauch)
Kommunalpolitische Ebene:
- Entlastung des öffentlichen Nahverkehrs

Resultate

Das Projekt befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. Die Definition des Funktionsumfangs sowie die Anforderungen an die technische Realisierung sind weitestgehend fertiggestellt. Auch wurden bereits Vorgespräche mit Softwareentwicklungsunternehmen (hinsichtlich technischer Umsetzung und Machbarkeit) geführt und notwendige Vorleistungen, wie Domainregistrierung (rudi.jetzt) und eine grafische Konzeptentwicklung, abgeschlossen.

Einreicher

Herr Gerald Forstner
2630 Ternitz

Partner

Larissa Cerny Grafikdesign: Grafische Gestaltung und Usability

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