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The journey to MaaS – an Austrian Finnish approach

The journey to MaaS – an Austrian Finnish approach

Ziele/Ideen

In Schweden kommen auf 1000 Einwohner rund 480 Privatautos, die rund 80 Prozent des Verkehrs auslösen. Stockholm arbeitet aktiv daran den Zugang zu umweltfreundlicher Mobilität in der Stadt zu verbessern um so langfristig die Klimaziele zu erreichen. Das Projekt unterstützt dieses Vorhaben, indem auf den immer noch wachsenden Anteil an motorisierten Individualverkehr und der damit einhergehenden Stellplatzproblematik im städtischen Umfeld reagiert wird. Demzufolge liegt anfangs der Fokus auf dem Ersatz von Zweit- und Drittautos innerhalb eines Haushalts mittels eines passenden Mobilitätspakets. Mobilität soll preiswerter, klimabewusster und vor allem einfacher werden, sodass die Bewohner Stockholms ihr Mobilitätsverhalten dauerhaft ändern.

Kurzbeschreibung

Die Mobilitäts-App UbiGo kombiniert öffentliche Transportmittel, Carsharing, Autoverleihe und Taxis in einem intermodalen Mobilitätsservice. Jeder Haushalt erwirbt dazu Mobilitätspakete, die innerhalb der Familie teilbar sind. Die Mobilitätspakete je Transportart sind flexibel anpassbar und ins Folgemonat übertragbar. Alle Familienmitglieder können die breite Vielfalt an Mobilität genießen und diese an ihre Bedürfnisse – betreffend Route (klimaneutral, schnell, bequem) und Mobilitätsart – anpassen. Fluidtime hat für den Betrieb die Mobilitätsplattform auf Basis der Software-as-a-Service FluidHub-Technologie eingerichtet. FluidHub verbindet das Angebot der öffentlichen und privaten Transportanbieter mit den Suchanfragen der App-Nutzer. Der Datentransfer zwischen allen Transportservices und das komplette Datenmanagement werden über FluidHub durchgeführt. Nach dem erfolgreichen Piloten 2014 in Göteborg und einer Testphase im Sommer 2018, wird UbiGo im Herbst 2018 in Stockholm gelaunched.

Resultate

Die uneingeschränkte und voll integrierten Mobilitätslösung UbiGo wurde erstmals 2014 in Göteborg mit 70 zahlenden Haushalten (180 Nutzer) erfolgreich getestet. Ziel war es zu prüfen, ob es möglich ist, einen Service anzubieten, der den Autobesitz vollständig ersetzen kann. Sowie die Möglichkeit, mit einem MaaS-Service ein nachhaltiges Geschäft zu betreiben und ob dies zu nachhaltigen Effekten führt, d.h. ein nachhaltiges Geschäftsmodell und Servicedesign zu validieren.

Der Pilot ist auch der bisher am gründlichsten getestete Pilot, der von der Technischen Universität Chalmers mit Hilfe von Umfragen, Reisetagebüchern, Interviews, Fokusgruppen, Nutzungsstatistiken, Supportbesuchen usw. durchgeführt wurde – veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten sind unter www.ubigo.se einsehbar.

Die Haushalte umfassten alle Altersgruppen und waren repräsentativ für die Bürger der Region, in der sie lebten. 20 Haushalte haben sich bereit erklärt, ihr Auto für ein halbes Jahr abzugeben. Andere Haushalte besaßen überhaupt kein Auto, sahen aber die Vorteile einer vollständigen und integrierten Dienstleistung. Nur wenige Haushalte waren bereits Mitglieder von Car- oder Bike-Sharing-Diensten. Die Auto-Fixkosten jener 20 Haushalte, die für die Testdauer ihr Auto abgaben, konnten gedeckt werden. Kurzum lässt sich zum Pilotprojekt sagen: Die Bewohner haben ihr Verhalten verändert – bei über 40 % änderte sich die Mobilitätswahl und bei rund 34 % die Routenplanung. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Fahrrädern (+35 %) und geteilten Fahrzeugen durch Sharing-Dienste (+ 200 %) nahm zu, hingegen die Nutzung von Privatfahrzeugen (- 50 %) deutlich zurückging. Die Menschen änderten auch die Art und Weise, wie sie ihre Besorgungen planten. Sie wurden während des Piloten mit ihrer gesamten Transportsituation viel zufriedener, auch jene Haushalte, die ihre Autos für die Testzeit nicht hatten. Kein Haushalt ist frühzeitig aus dem Projekt ausgestiegen und viele wollten den MaaS Service weiter nutzen (mehr als 79%), auch wenn es damals eine Beta-Version der App war.

Trotz der Bereitschaft aller Beteiligten, weiterzumachen, wurde das Pilotprojekt wie geplant beendet, da die Verkehrsbehörde, die Teil des Pilotprojekts war, ihre Rolle im Ökosystem zu diesem Zeitpunkt noch nicht definiert hatte. Demzufolge konnten die Investitionen nicht erhöht werden. Erst nach drei Jahren öffneten sich schwedische Verkehrsbehörden gegenüber digitaler Vertriebspartner, so das MaaS-Dienste möglich wurden. Daraus resultierend gibt es UbiGo nun in Stockholm. Partner des Projekts in Stockholm sind Hertz, Cabonline, DriveNow, die Stadt Stockholm sowie Forschungsgruppen am VTI (Swedish National Road and Transport Research Institute) und KTH (Royal Institute of Technology in Stockholm).

Einreicher

Fluidtime Data Services GmbH Frau Mag. Stefanie Pichler Neubaugasse 12-14/25, 1070 Wien stefanie.pichler@fluidtime.com 01 586 018 07www.fluidtime.com

Partner

Fluidtime Data Services GmbH: technischer Zulieferer