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Umsetzung Elektromobilitätsszenario 2030 in einer bestehenden Wohnhausanlage

Umsetzung Elektromobilitätsszenario 2030 in einer bestehenden Wohnhausanlage

Ziele/Ideen

Die Nachrüstung von E-Ladeinfrastruktur in bestehenden Wohnhausanlagen wird ein entscheidender Faktor für die Marktdurchdringung der Elektromobilität in Städten sein. Neben einer Reihe von Vorschlägen für die Weiterentwicklung des Wohnrechts, die Eingang in die #mission2030 gefunden haben, stellen sich aber zentrale technische Fragen, zu denen auch in Expertenkreisen erheblich Unsicherheit besteht, insbesondere:
- Reicht die Leistungskapazität des bestehenden elektrischen Hausanschlusses und wenn ja, für wie viele Fahrzeuge im realen Betrieb?
- Können die E-Fahrzeuge mit der verwendeten Ladeinfrastruktur zufriedenstellend geladen werden?
- Wieweit kann Lastmanagement in der Praxis tatsächlich gewährleisten, dass Ladestationen in nennenswertem Ausmaß bei bestehenden Wohnhausanlagen nachgerüstet werden, ohne dass erhebliche Anschlussleistungen nachgekauft werden müssen oder gar ein zusätzlicher Trafo errichtet werden muss?

Kurzbeschreibung

In einer bestehenden Wohnhausanlage in Wien wurde das Elektromobilitätsszenario der #mission2030 bereits im Jahr 2019 einem Praxistest unterzogen. Dazu wurde ein Wohnhaus der „Wien-Süd“ mit Ladestationen ausgestattet, sodass ein hoher E-Mobilitätsanteil von 50 Prozent erreicht wurde. Den teilnehmenden Mieterinnen und Mieter wurden für einen Zeitraum von sechs Wochen E-Fahrzeuge kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dafür mussten sie alle Wege, die sie üblicherweise mit ihrem Auto erledigen mit dem E-Auto durchführen und dies dokumentieren.
Kern des Projekts ist das detaillierte messtechnische Monitoring, mit dem geklärt wird, inwieweit mittels Lastmanagement die bestehende Anschlussleistung ausreicht oder nicht. Darüber hinaus erfolgt eine Zufriedenheitsanalyse der Nutzerinnen und Nutzer.
Die Ergebnisse werden an Wohnbauträger, Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer, Hausverwaltungen, private Interessenten (Mieterinnen und Mieter, Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer), Netzbetreiber, Energieversorger, öffentliche Verwaltung sowie Fahrzeuganbieter verbreitet.

Resultate

Unter Mitwirkung und Zusammenarbeit von e7-Energie Markt Analyse, Wien-Süd, Wien Energie, Wiener Netzen und Urban Innovation Vienna sowie unterschiedlichen Pkw-Anbietern konnte im Zeitraum Februar bis April 2019 die innovative E-Ladeinfrastruktur in dem Bestands-Wohnhaus der Wien-Süd errichtet und der sechswöchige Pilotversuch erfolgreich durchgeführt werden.

Es wurde gezeigt, dass eine 50 Prozent Ausstattung der Stellplätze mit E-Ladestationen problemlos in den bestehenden elektrischen Hausanschluss dieser Anlage integriert werden kann, ohne zusätzliche elektrische Leistung beim Netzbetreiber einkaufen zu müssen.
Die Lastmanagement-Funktion sorgte für die optimale Ausnutzung der zur Verfügung gestellten elektrischen Leistung und die E-Fahrzeuge wurden zufriedenstellend geladen.
Die NutzerInnenbefragung nach dem Pilotzeitraum ergab, dass die Zufriedenheit der TeilnehmerInnen rund um das Thema E-Fahrzeug-Nutzung und der Bedienung der hauseigenen E-Ladeinfrastruktur sehr hoch war.

Einreicher

e7 Energie Markt Analyse GmbH
Herr Dipl.-Ing. Walter Hüttler
Walcherstraße 11/43, 1020 Wien
office@e-sieben.at
+43 1 907 80 26

www.e-sieben.at

Partner

Gemeinnützige Bau- u. Wohnungsgenossenschaft „Wien-Süd": Objekt-Eigentümer und Kontakt zu Fahrzeug-NutzerInnen

Wien Energie GmbH und Wiener Netze GmbH

Urban Innovation Vienna GmbH

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