IVB eBus – die Dekarbonisierung des Busverkehrs der Stadt Innsbruck

Einreichende Institution: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH
Jahr: 2026
Bundesland: Tirol
Projektbild 26122

Das Projekt IVB eBus ist eine Initiative der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH zur Dekarbonisierung des städtischen Busverkehrs. Ziel ist die schrittweise Umstellung stark frequentierter Linien von Diesel- auf elektrischen Betrieb, um CO₂-Emissionen, Lärm und Luftschadstoffe zu reduzieren. Klassische Batteriebus-Systeme hätten einen umfassenden Umbau des Betriebshofs sowie neue Abstellhallen erfordert, was Kosten von rund 100 Millionen Euro verursacht hätte. Stattdessen setzt das Vorhaben auf In-Motion-Charging: Die Busse laden ihre Batterien während der Fahrt über Oberleitungen. Auf abschnittsweise oberleitungsfreien Strecken sichern die Batterien den Betrieb ohne Ladepausen. Dieses Verfahren ermöglicht einen 1:1-Ersatz der Dieselbusse bei laufendem Betrieb und vermeidet den Einsatz zusätzlicher Reservefahrzeuge.

Das Besondere an dem Vorhaben ist die erstmalige Anwendung der In-Motion-Charging-Technologie in Innsbruck. Diese Lösung schont das Stadtbild, da nur wenige Oberleitungen außerhalb der Innenstadt benötigt werden, und entlastet das Stromnetz durch die dezentrale Nutzung von tagsüber verfügbarem Strom, etwa aus Photovoltaikanlagen. Der Betrieb erfolgt vollständig mit erneuerbarer Energie. Durch die Vermeidung umfangreicher Infrastrukturmaßnahmen am Betriebshof wird die Elektrifizierung wirtschaftlich und technisch realisierbar. Das System trägt zu einer ökologisch verträglichen Mobilität bei, indem es emissionsfreie Fahrten auf zentralen Achsen garantiert, ohne die städtische Infrastruktur übermäßig zu belasten.

Mit Stand Mai 2026 befindet sich das Projekt in der Umsetzungsphase. Die vollelektrische Linie D ist bereits in Betrieb, die Linie W wird 2026 vollständig elektrifiziert. Ab Dezember 2029 sollen auf den Linien C, R, N1 und N3 20 neue eBusse eingesetzt werden. Dann werden jährlich bis zu 15 Millionen Fahrgäste zusätzlich elektrisch befördert, was zusammen mit dem Tramnetz 64 Prozent aller Fahrgäste des Unternehmens betrifft. Innerhalb von fünf Jahren Linienbetrieb werden über 7.000 Tonnen CO₂ eingespart. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 46,9 Millionen Euro, wovon 22,8 Millionen Euro durch Bundesförderungen gedeckt sind. Die errichteten Oberleitungen bieten Potenzial für die Anbindung weiterer Stadt- und Regionalbuslinien.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH

Partner

Stadt Innsbruck: Finanzierung
Stadt Innsbruck: Finanzierung

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