Naschpark – neue Grün- und Freiflächen statt Asphalt
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Ziele/Ideen
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Entsiegelung und Klimaanpassung: Helle Bodenbeläge reduzieren die Aufheizung im Sommer, und die Begrünung sorgt für spürbare Abkühlung im dicht bebauten Stadtgebiet. Zusätzlich wurde die Radinfrastruktur im Umfeld verbessert und ein neuer, getrennt geführter Radweg umgesetzt. Die Umsetzung war technisch anspruchsvoll, da sich der Park direkt über dem historischen Wienflussgewölbe und der U-Bahn befindet. Aufgrund der nur begrenzt belastbaren Deckenkonstruktion mussten Baumstandorte genau geplant und statische Sicherungsmaßnahmen im Untergrund umgesetzt werden, darunter Schutz- und Dichtsysteme sowie zusätzliche Verstärkungen.
Kurzbeschreibung
Mit dem „Raus aus dem Asphalt“-Projekt wurde eine der größten innerstädtischen Hitzeinseln Wiens grundlegend umgestaltet. Der ehemalige Parkplatz zwischen den Wienzeilen wurde in einen rund knapp 7.000 m² großen Naschpark verwandelt. Statt versiegelter Fläche entstand hier eine großzügige, öffentlich zugängliche Grün- und Erholungszone mitten in der Stadt. Insgesamt wurden rund 70 Bäume gepflanzt, ergänzt durch über 50.000 Stauden, Blumen und Gräser, die für ein vielfältiges, farbenreiches Stadtgrün sorgen. Die Begrünung umfasst sowohl Bestandsbäume als auch neu gesetzte, teils großkronige- und ältere Bäume, die rasch Schatten spenden sollen. Der Park wurde als klimafitter Aufenthaltsraum geplant und bietet zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten: Pergolen, Sitzgelegenheiten, Picknicktische, Hängematten, Liegewiesen sowie Brunnen und Wasserspiele schaffen Erholungsräume für unterschiedliche Zielgruppen. Auch für Kinder gibt es Spiel- und Bewegungsangebote wie Balanciergeräte.
Resultate
Die gepflanzten Bäume kommen aus einer spezialisierten Baumschule und wurden gezielt für den Naschpark ausgewählt. Gepflanzt wurden unter anderem Seidenbäume, Judasbäume, Blumen-Eschen, Lederhülsenbäume, Zierapfelbäume und Mispeln. Es handelt sich um großkronige und teils mehrstämmige Arten, die zum Teil bereits über 25 Jahre alt sind und schnell Schatten spenden und dem Park eine besondere Atmosphäre verleihen. Helle Pflasterung verhindert starkes Aufheizen der Wege. Parallel zur Parkgestaltung entstand östlich der Kettenbrückengasse ein neuer „Marktraum“. Dieser Bereich ergänzt den bestehenden Markt sowohl funktionell als auch gestalterisch und entwickelt den Naschmarkt in Richtung Qualität, Regionalität und Aufenthaltsqualität weiter. 7.000 m² Grün- und Freifläche 50.000 Stauden, Blumen und Gräser 50 neue schattenspendende Bäume, somit in Summe 70 Bäume 200 m rosa eingefärbter Zwei-Richtungs-Radweg, Entflechtung des Fuß- und Radverkehrs