HAF-ALP-TOUR – Hybride und automatisierte Flotten in alpinen Tourismusregionen

Einreichende Institution: stadtland planung GmbH
Jahr: 2026
Bundesland: Vorarlberg
Projektbild 26360

Ziele/Ideen

Hybride Flotten, in denen automatisierte und konventionelle Fahrzeuge nebeneinander eingesetzt werden, gelten als vielversprechender Entwicklungspfad zur Verbesserung des Mobilitätsangebots (Personen- und Gütermobilität) auf der letzten Meile. Internationale Studien und Tests wurden bisher überwiegend in urbanen Räumen durchgeführt, u.a. aufgrund der Größe des erwartbaren Marktes. Alpine Tourismusregionen erscheinen wegen ihrer speziellen Rahmenbedingungen als vielversprechendes neues Forschungsfeld für HAF. Mehrere Faktoren treffen hier zusammen: Eine herausfordernde Topografie, häufige und rasche Witterungsänderungen (inkl. Schneelage) sowie starke saisonale Schwankungen in der Mobilitätsnachfrage, die den Einsatz flexibler Systeme attraktiv macht. Zudem sind relativ kleine Gemeinden im Alpenraum bereits heute in der Lage, hochkomplexe Infrastruktur (z.B. Seilbahnen) zu bauen, betreiben und zu großen Teilen über Umwegrentabilitäten zu finanzieren.

Kurzbeschreibung

HAF-ALP-TOUR befasst sich mit hybriden und automatisierten Flotten (HAF), die als möglicher Schlüssel zur Verbesserung des Mobilitätsangebotes im alpin-touristischen Raum gesehen werden. Durch die Kombination von automatisierten und konventionellen Fahrzeugen könnten künftig flexiblere, günstigere und effizientere Lösungen für komplexe Mobilitätsbedürfnisse in alpinen Tourismusregionen ermöglicht werden. Das Montafon (Vorarlberg) fungiert als Forerunner-Region. Gemeinsam mit regionalen Akteur:innen wird zunächst ein Leitbild für automatisierte Mobilität im Montafon erarbeitet, bevor fiktive Anwendungsfälle für HAF entwickelt werden. Für konkrete Korridore bzw. Gebiete werden in co-kreativer Arbeitsweise Betriebskonzepte erarbeitet und mögliche Finanzierungsmodelle diskutiert. Die Ideen aus dem Montafon werden in den vier Follower-Regionen Hermagor (Kärnten), Pongau (Salzburg), Murau und Gesäuse (Steiermark) hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit in andere räumliche Kontexte diskutiert.

Resultate

Im bisherigen Projektverlauf wurde nicht nur ein theoretischer Überblick zum Kontext des automatisierten Fahrens im alpin-touristischen Raum zusammengestellt (u.a. technische Systeme, Infrastruktur- und Platzbedarfe, Umfeldbedingungen, Bedienformen, Marktentwicklung, Kosten, Bedienformen, Systemintegration), sondern es wurden auch praxisrelevante Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Gemeinsam mit Schlüsselakteur:innen aus den fünf Fallbeispielregionen wurden insgesamt 11 realitätsnahe Anwendungsvarianten für HAF in alpinen Regionen geschaffen. Parallel wurden mittels empirischer Arbeit in der Forerunner-Region Montafon (Tourismusmobilitäts- und Stated-Choice-Befragung, Zusammenführen von Sekundärdaten) fundierte Datengrundlagen für die Modellierung von Betriebsvarianten geschaffen. Die mediale Präsenz des Projektes in regionalen wie landesweiten Medien (Montafoner Standpunkt, VN Heimat, ORF Vorarlberg, Radio) zeugt vom steigenden Interesse am automatisierten Fahren im alpinen Raum.

Einreicher

stadtland planung GmbH

Partner

stadtland planung GmbH: Konsortialführung
MOURA. Mobilität und Raum e.U.: Konsortialpartnerin
yverkehrsplanung GmbH: Konsortialpartnerin
Stand Montafon: Konsortialpartnerin
TU Wien, Institut für Raumplanung, Forschungsbereich Verkehrssystemplanung (MOVE): Konsortialpartnerin

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