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Automatisches Gepäcksystem für einen Hochgeschwindigkeitszug

Automatisches Gepäcksystem für einen Hochgeschwindigkeitszug
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Ziele/Ideen

Aktuell werden Gepäckstücke durch den Fahrgast selbst oder durch einen Paket- bzw. Transportdienstleister mit einer entsprechender Vor- und Nachlaufzeit auf der Straße transportiert, wodurch mehr Verkehr generiert wird. Insbesondere bei längeren Urlaubsreisen wird Aufgrund der Gepäckproblematik häufig auf den Individualverkehr (Auto) zurückgegriffen.

Kurzbeschreibung

In dieser Arbeit wurde ein Konzept eines automatischen Gepäcksystems für einen Hochgeschwindigkeitszug am Beispiel des Next Generation Train (Technologieträger des DLR) entwickelt. Ziel war die Machbarkeitsuntersuchung sowie eine Konzeptkonstruktion, inwieweit ein automatisches Gepäcksystem umgesetzt werden kann, dass Reisegepäck und/oder Sendungen von Kurier-Express-Paketdiensten (KEP) separat vom Fahrgast transportiert. Neben der Machbarkeit wurde auf Basis eines Grundszenarios untersucht, wie vielen der Fahrgäste ein automatischer Gepäcktransport angeboten werden kann und welche Leistungsfähigkeit ein solches System aufweisen sollte.

Resultate

Es wurde eine Be- und Entladung von jeweils 320 Gepäckstücken innerhalb einer zweiminütigen Haltezeit erreicht. Die Sortierung der Gepäckstücke erfolgt während der Fahrt bei einer Aufnahmefähigkeit von etwa 700 Gepäckstücken. Das System besteht aus vier übereinander liegenden Ebenen, die jeweils in ein Kurz- und ein Langzeitlager aufgeteilt sind. Auf jeder Ebene können Gepäckstücke zwischen Kurz- und Langzeitlager übergeben werden (Sortierfunktion). Das Kurzzeitlager gewährleistet dabei einen schnellen Gepäckaustausch mit der Infrastruktur. Im Langzeitlager können Gepäckstücke mit einer höheren Gepäckdichte gelagert werden. Durch seinen modularen Aufbau ist das automatische Gepäcksystem nicht auf den Einsatz im Next-Generation-Train beschränkt, sondern kann auch in anderen Zügen oder Fahrzeugen eingesetzt werden. Außerdem bietet sich durch die Anpassbarkeit an unterschiedlichste Stückgüter eine Verwendung für Kurier-, Express- und Pakettransporte an.

Einreicher

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Herr Mathias Böhm
Rutherfordstraße 2, 12489 Berlin
mathias.boehm@dlr.de
03067055227
 

Partner

Hochschule München: Verfasser der Masterarbeit

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.: DLR-seitige Betreuung und Projektidee

Hochschule München: Betreuender Professor

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