Barrierefreies Busfahren im Alltag

Einreichende Institution: Magistrat der Stadt Villach
Jahr: 2026
Bundesland: Kärnten

Ziele/Ideen

Das Besondere des Projekts liegt in der konsequenten Verknüpfung von sozialer Inklusion, praktischer Barrierefreiheit und gelebter Mobilitätswende durch eine einzigartige Partnerschaft. Statt rein theoretischer Aufklärung bietet das Format einen geschützten, realitätsnahen Erlebnisraum. Innovativ ist der ganzheitliche Ansatz entlang der Reiseablaufs auf dem Betriebsgelände: Hier wird das Busfahren ohne den Stress des realen Linienbetriebs erlernbar. Das nimmt Betroffenen die psychologische Hemmschwelle und beugt Unfällen vor. Einzigartig ist zudem der doppelte Lerneffekt: Während Menschen mit Behinderung Vertrauen und Kompetenz im Umgang mit dem ÖV gewinnen, wird gleichzeitig das Fahrpersonal von Dr. Richard direkt vor Ort durch den ÖZIV Kärnten für unsichtbare und sichtbare Barrieren sensibilisiert. Das Projekt zeigt als Best-Practice-Modell, wie Städte durch gezielte Kooperationen die soziale Zugänglichkeit des Nahverkehrs sichern können.Das Besondere des Projekts liegt in der

Kurzbeschreibung

Mit „Barrierefrei Busfahren im Alltag“ setzen die Stadt Villach, Dr. Richard Kärnten und der ÖZIV Kärnten ein jährliches, praxisnahes Mobilitätstraining um. Menschen mit eingeschränktem Geh- oder Sehvermögen, Rollstuhlnutzende sowie Seniorinnen und Senioren können das städtische Bussystem „BUS:SI“ in geschütztem Rahmen und ohne Zeitdruck testen. Im Fokus steht das gemeinsame Üben entlang der gesamten Reisekette: die Orientierung, der Ticketkauf, die Nutzung von Rampen sowie der sichere Ein- und Ausstieg. Die Partner verbinden dabei betriebliche Umsetzung auf dem Gelände in Seebach direkt mit der Fachexpertise und Perspektive der Betroffenen. Gleichzeitig schult das Projekt das Fahrpersonal für die spezifischen Bedürfnisse im Alltag. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, die Selbstständigkeit im Umweltverbund zu stärken und Hemmschwellen nachhaltig zu reduzieren – nach dem gemeinsamen Grundsatz: „Barrierefreiheit ist kein Sonderwunsch, sondern ein Grundrecht.“

Resultate

Da es sich um ein praxisorientiertes Training handelt, stehen qualitative Erfolge und der soziale Mehrwert im Vordergrund. Der größte Erfolg ist die nachweisbare Steigerung des Sicherheitsgefühls und der Selbstständigkeit der Teilnehmenden: Nach dem Training werden Barrieren im Kopf abgebaut, sodass sich Betroffene den Alltag im „BUS:SI“-System eigenständig zutrauen. Das bedeutet gelebten sozialen Mehrwert und echte gesellschaftliche Teilhabe. Ein weiterer zentraler Erfolg ist die nachhaltige Sensibilisierung des Fahrpersonals von Dr. Richard. Das gegenseitige Verständnis und der respektvolle Umgang im realen Linienbetrieb haben sich spürbar verbessert. Dass das Projekt als jährliches Fixformat etabliert wurde und die Stadt Villach, Dr. Richard sowie der ÖZIV Kärnten hier Hand in Hand arbeiten, beweist den strukturellen Erfolg der Kooperation. Jeder so geschaffene Umstieg auf den Linienbus ist ein direkter Gewinn für die Umwelt.

Einreicher

Magistrat der Stadt Villach

Partner

Dr. Richard Kärnten GmbH & Co KG: Verkehrsunternehmen
ÖZIV Landesverband Kärnten: ÖZIV Kärnten

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