CarryMeHome: Warentransport neu gelöst – nachhaltig, effizient, autonom

Einreichende Institution: W.E.I.Z. Forschungs & Entwicklungs gGmbH
Jahr: 2026
Bundesland: Steiermark
Projektbild 26305

Ziele/Ideen

CarryMeHome verbindet erstmals einen autonom folgenden Transportroboter mit einem ganzheitlichen Mobilitätsansatz für die „letzte Meile“. Im Zentrum steht die sogenannte „virtuelle Deichsel“: eine digitale Kopplung, durch die der Roboter in Echtzeit Bewegung, Tempo und Abstand der voranschreitenden Person anpasst und sicher im urbanen Raum folgt – ganz ohne physische Verbindung. Das Besondere ist dabei nicht nur die Technologie selbst, sondern ihr Einsatz im realen Alltag: Der Demonstrator wird unter echten Bedingungen erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt. Gleichzeitig betrachtet das Projekt Mobilität ganzheitlich, indem technische Lösungen wie Lade- und Verleihinfrastruktur, mögliche Betriebsmodelle und ein Anreizsystem kombiniert werden. So entsteht ein holistischer Ansatz, der aktive Mobilität stärkt und Forschung direkt in die Praxis überführt.

Kurzbeschreibung

Im Forschungsprojekt CarryMeHome wird ein innovativer Transportroboter entwickelt, der den Alltag erleichtert und neue Formen aktiver Mobilität ermöglicht. Ziel ist es, die „letzte Meile“ komfortabel, barrierefrei, nachhaltig und energieeffizient zu gestalten sowie die Verkehrsbelastung in Innenstädten zu reduzieren. Der Roboter folgt Fußgänger:innen über eine „virtuelle Deichsel“ – eine digitale Kopplung, bei der sich das Gerät automatisch an Geschwindigkeit und Richtung der Person anpasst und mit Sicherheitsabstand hinterherfährt. So können Einkäufe und andere Lasten einfach zu Fuß transportiert werden. Ein erster Demonstrator des Roboters wurde erfolgreich entwickelt, in Weiz getestet und öffentlich präsentiert; eine weitere Präsentation ist im Juli in Feldkirchen in Kärnten geplant. Ergänzend werden ein Mobilitätskonzept und eine Bonus-App entwickelt, um neue Nutzungsmodelle sowie Anreize für aktive und öffentliche Mobilität zu erforschen

Resultate

Im Projekt wurden Fokusgruppen mit 22 Bürger:innen und 11 Gewerbetreibenden sowie Befragungen in Weiz (n=334) und Feldkirchen (n=132) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen ein hohes Potenzial: Rund 40 % in Weiz und knapp 30 % in Feldkirchen können sich eine Nutzung (sehr) wahrscheinlich vorstellen. Das größte Potenzial liegt in der Reduktion von Autofahrten beim Lebensmitteleinkauf. Zudem ergeben sich soziale Vorteile, insbesondere für ältere Menschen, Familien und Personen ohne Auto, durch mehr Selbstständigkeit und bessere Alltagsmobilität. Simulationen zeigen: In Weiz können bis zu 53 km bzw. 37,9 kg CO₂ pro 1.000 Personen täglich eingespart werden, in Feldkirchen rund 47 km bzw. 37,2 kg. Voraussetzung sind ausreichend verfügbare Roboter und autonome Rückgabe. Die Holz-Leichtbauweise verbessert zusätzlich die Umweltbilanz durch CO₂-Bindung, Recyclingfähigkeit und den Einsatz eines nachwachsenden Rohstoffs.

Einreicher

W.E.I.Z. Forschungs & Entwicklungs gGmbH

Partner

Anexia Digital Engineering GmbH: Projektpartner
Verkehrplus ZT GmbH: Projektpartner
Technische Universität Graz: Projektpartner
Stadtgemeinde Weiz: Projektpartner / Pilotstadt
Stadtgemeinde Feldkirchen: Projektpartner / Pilotstadt
MLG Mikromobilitäts- und Logistikmanagement GmbH: Projektpartner
LEAN Management Consulting GmbH: Projektpartner
Universität Graz: Projektpartner

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