geht doch miteinander!
Jahr: 2026
Bundesland: Wien
Ziele/Ideen
“geht doch miteinander!” verbindet drei Ansätze, die selten zusammengedacht werden: aktive Mobilität, Gemeinschaftsbildung und kollektive Wissensproduktion über den Stadtraum. Wir schaffen einen nicht-kommerziellen, regelmäßigen Treffpunkt im öffentlichen Raum – einen „Third Space“, der weder privat noch konsumgebunden ist. Das ist besonders für junge und finanziell benachteiligte Menschen relevant, denen solche Räume zunehmend fehlen. Durch unsere gemeinschaftlich erstellte Karte entsteht ein bleibendes, wachsendes Wissensarchiv über die Stadt. Dieses Wissen gehört allen und motiviert auch unabhängig von unseren Walks zum Erkunden zu Fuß. Das Format ist radikal niederschwellig – und wirkt gerade deshalb: Wer regelmäßig aufmerksam durch ein Viertel geht, beginnt Stadtplanung, Raumverteilung und Mobilität anders wahrzunehmen. Ohne Vorwissen, ohne Theorie – einfach durch Erleben.
Kurzbeschreibung
„geht doch miteinander!“ organisiert kostenlose, monatliche Grätzlspaziergänge in Wien. Einmal im Monat erkunden wir gemeinsam ein anderes Viertel Wiens zu Fuß und schließen mit einem Picknick im öffentlichen Raum ab. Im Zentrum steht unsere kollektiv erstellte Online-Karte mit über 300 „Grätzl-Schätzen“: versteckte Orte, besondere Details und lokale Qualitäten, die im Alltag untergehen. Die Karte wächst mit jeder Teilnahme und bleibt als frei zugängliche Ressource bestehen – sie macht sichtbar, was unsere Stadt zu Fuß lebenswert macht. So entsteht ein regelmäßiger, nicht-kommerzieller Begegnungsraum, der aktive Mobilität mit Gemeinschaft verbindet und ein neues Bewusstsein dafür schafft, dass öffentlicher Raum kein Zufall ist, sondern etwas, das wir gemeinsam gestalten können. Das Format ist bewusst niederschwellig und replizierbar: Als Open-Source-Projekt kann es von jeder Stadt übernommen werden.
Resultate
“geht doch miteinander!” steht noch am Anfang, zeigte aber bereits nach dem ersten Walk messbare Wirkung: Teilnahme und Gemeinschaft: Rund 30 Personen nahmen am ersten Grätzlspaziergang teil. Teilnehmer:innen kamen miteinander ins Gespräch, vernetzten sich und äußerten klar den Wunsch, wiederzukommen. Genau diese Verbindung zwischen zuvor fremden Menschen ist der soziale Kern des Projekts. Kollektives Wissen: Unsere Karte der Grätzl-Schätze umfasst bereits über 300 Einträge – eine wachsende, frei zugängliche Ressource über die Qualitäten des öffentlichen Raums in Wien. Aktivierung: Ein Teilnehmer war so begeistert von einer entdeckten Grätzloase, dass er selbst eine beantragen möchte. Mehrere Personen haben Interesse am regelmäßigen Jour Fixe signalisiert – aus Teilnehmer:innen werden Mitgestalter:innen. Ökologisch: Jeder Walk verankert aktive Mobilität positiv – 30 Menschen, die einen Nachmittag bewusst zu Fuß verbracht haben, statt im Auto oder vor dem Bildschirm.
Partner
Wiener Gesundheitsförderung (WIG): fördert das Projekt finanziell
gürtellliebe: Kooperation beim Walk in Mariahilf
Zentagarden: Kooperation beim Walk in Margareten
MayGarten: Kooperation beim Walk in Wieden
Stuwerhood: Kooperation beim Walk in Leopoldstadt
St. Marx für Alle: Kooperation beim Walk in Landstraße