REDUCE: Zuverlässige, sichere Mobilität für Frauen! Fokus auf Sicherheit beim Mitfahren und Verkehrsreduktion; getestet mit und in der DOMINO-App
Jahr: 2026
Bundesland: Oberösterreich
Das Forschungsprojekt REDUCE der Fachhochschule Oberösterreich entwickelt soziale und technische Lösungen, um das Sicherheitsempfinden von Frauen beim Mitfahren zu stärken. Da in Österreich 95 Prozent der Pendelwege solo mit dem Auto zurückgelegt werden, scheitert die Steigerung des Besetzungsgrades oft an Akzeptanzhürden und subjektiven Sicherheitsbedenken, die bei Frauen besonders ausgeprägt sind. REDUCE adressiert diese Lücke, indem es die bestehende App DOMINO, die Ridesharing mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft, gezielt weiterentwickelt. Das Projekt evaluiert Abholpunkte sicherheitstechnisch, integriert neue App-Funktionen wie verifizierte Profile und Notfallmechanismen und entwickelt begleitende Kommunikationsstrategien, um Vertrauen aufzubauen und Leerfahrten zu reduzieren.
Das Innovative an REDUCE liegt in der konsequenten Verknüpfung von Gendersensibilität, sozialer Sicherheit und digitaler Mobilitätsplanung. Anstatt Mitfahren rein ökonomisch zu betrachten, rückt das Projekt das subjektive Sicherheitsempfinden als zentrale Barriere in den Mittelpunkt. Ein interdisziplinäres Team aus Expertinnen und Experten für Gender-Design, Verkehrsplanung und Software-Entwicklung arbeitet zusammen, um physische Umstiegsstellen gestalterisch sicherer zu machen. Durch die Kombination aus baulich-räumlichen Kriterien, vertrauensbildenden digitalen Features und zielgruppenspezifischer Kommunikation entstehen neue Erkenntnisse für die Gestaltung gemeinschaftlicher Mobilität, die ökologisch verträgliche Alternativen zum Individualverkehr attraktiver machen.
Mit Stand Juni 2026 befindet sich das im September 2025 gestartete Projekt in der Phase der Anforderungserhebung. Die Analyse der Ist-Situation ist weitgehend abgeschlossen, wobei die Auswertung von 124 Fragebögen und einer Fokusgruppe ergab, dass Frauen Sicherheitsindikatoren wie verifizierte Profile und sichere Abholorte deutlich höher gewichten als Männer. Zwei weitere Fokusgruppen mit Nutzerinnen sind zur Vertiefung geplant. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in ein Lastenheft ein, auf dessen Basis Prototypen für neue App-Funktionen und Kommunikationsmaßnahmen entwickelt werden. Diese sollen in einer Pilotphase evaluiert werden. Das Skalierungspotenzial ist durch die Einbindung von Partnern wie der ASFINAG und dem Mitfahrverband hoch, um die Lösungen österreichweit auszurollen.
Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.
Partner
POINT&: Konsortialpartner
Fluidtime: Konsortialpartner
Irene Fuchs Design: Konsortialpartner