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Der bewegte Schulweg - Kinder machen uns Klimafit

Der bewegte Schulweg - Kinder machen uns Klimafit
AM-040 2022 Fritz Hudribusch

Ziele/Ideen

Im Zentrum von Wiener Neudorf befinden sich nebeneinander die Volksschule und ein Kindergarten mit zusammen fast 400 Kindern.
In diesem Bereich kam es immer wieder durch das Elterntaxi vor der Volksschule zu gefährlichen Situationen. Die letzten Jahre mussten immer zwei Polizist:innen im Bereich der Volksschule vor Schulbeginn anwesend sein. Die Gemeinde hat durch das KfV eine Konfliktpunktuntersuchung erstellt und die Aktion „Sicher in die Schule“ durchgeführt. Die Probleme wurden in die Verkehrsplanung im Nahbereich der Schule aufgenommen und zB: durch Verlegung eines Schutzweges verbessert. Jedoch kann das Ziel nur die Verringerung des MIV-Anteils sein. Dafür haben wir über die Jahre ein fast lückenloses Radwegenetz ausgebaut, den Straßenraum attraktiver mit Baumpflanzungen und Grünflächen gestaltet und neue kurze Durchgangswege geschaffen. Wenn wir die Kinder zur aktiven Mobilität bringen nehmen diese auch ihre Familie mit und der Modalsplit verbessert sich in den nächsten Jahren.

Kurzbeschreibung

Ziel war einen sicheren und attraktiven Schulweg für unsere Volksschulkinder zu gestalten. Verbote wie die Verordnung von Schulstraßen können zur Verlagerung der Probleme führen. Wir wollten den Erfolg eines sicheren Schulwegs über Angebote und Informationen schaffen. Unmittelbar neben dem Schulgelände befand sich die Kammfabrik Wiener Neudorf, welche nach Jahrzehnten die Betriebsnutzung einstellte. Es wurde eine Grundeinlöse von über 1.800 m² und eine öffentliche Grünfläche mit ca. 800 m² zur Förderung der aktiven Mobilität mit dem neuen Bauträger ausgehandelt. Wo früher Gebäude standen gibt es jetzt einen kombinierten Geh- und Radweg. Die Grünfläche lädt auch zum Verweilen ein, für den Schulweg sind es jedoch die kleinen Abenteuer wie Balancierbalken oder Reckstangen, die zählen. Am kombinierten Geh- und Radweg wurden Piktogramme aufgebracht, welche sowohl den Schulweg für Kinder interessanter als auch die Radfahrenden aufmerksamer auf Kinder im Bereich der Bildungseinrichtungen machen.

Resultate

Wir haben die Veränderungen des Modalsplit im Bereich der Volksschule durch Befragungen verfolgt. Aber das erfreulichste und auch sichtbare Ergebnis ist die Anzahl der erforderlichen Rollerabstellanlagen. Denn diese mussten von 16 spärlich genutzten Roller-Stellplätzen auf über 100 Abstellplätze erweitert werden. Die Kinder fühlen sich grundsätzlich sicher auf ihrem Schulweg. Wir haben jedoch noch eine große Kreuzung über die B17 mit ca. 20.000 Kfz/Tag, diese ist auch die Hemmschwelle, dass derzeit noch nicht alle Kinder ihre Eltern vom aktiven Schulweg überzeugen konnten. Der durchschnittliche Anteil des Elterntaxis hat sich extrem auf 10-15% verringert, der Anteil mit Fahrrad/Roller hat sich massiv auf 30-40 % erhöht, der Schulbusanteil blieb bei ca. 20-25% und zu Fuß sind weiterhin 20-25% unterwegs. Alle befragten Kinder kannten die einzelnen Standorte unserer Piktogramme. Auch ältere Personen schätzen unsere attraktive, barrierefreie und ökologische Straßenraumgestaltung.

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