Wir verwenden Cookies um Ihnen bestmöglichen Service zu bieten. Indem Sie diese Seite nutzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Metamorphosis - die Straße den Kindern zurückgeben

Metamorphosis - die Straße den Kindern zurückgeben
© Metamorphosis

Ziele/Ideen

Im Rahmen des Metamorphosis Projektes wurden in Graz die Straßen vor drei Schulen im Bezirk Lend in Living Labs für den Schulunterricht und Kinderaufenthalt umgewandelt. Die Flächen wurden temporär (von einem Tag bis zu einer Woche) für Bildungszwecke sowie für Spiel- und Freizeitaktivitäten geöffnet und jeden Morgen eine halbe Stunde vor Schulbeginn bis eine halbe Stunde nach Schulschluss vom Kfz-Verkehr befreit. Gleichzeitig wurde das Thema Verkehrsberuhigung, Wohn- und Spielstraßen in den Schulunterricht integriert und per Hausübung zur Elternschaft transportiert.

Kurzbeschreibung

Das EU Projekt Metamorphosis befasst sich mit Verkehrsinnovationen zur Verbesserung der Lebensqualität in urbanen Räumen, im Besonderen auf Stadtbezirks- und Nachbarschaftsniveau. Die Projektidee geht von der durch Jan Gehl geprägten Prämisse aus, dass sich eine nachhaltige Nachbarschaft vor allem durch die Anzahl der Kinder im öffentlichen Raum auszeichnet. Basierend darauf, zielt Metamorphosis darauf ab autoorientierte Nachbarschaften in kinderfreundliche Orte umzuwandeln. In 7 europäischen Städten wurden eine Reihe an Interventionen durchgeführt wobei in Graz vor allem versucht wurde, Kindern Freiräume für Unterricht im Freien oder für freie Bewegung zu schaffen. Zentral hierbei war die Nutzung des vorhandenen Raumpotentials vor Schulen. Alle Interventionen wurden evaluiert und wissenschaftlich ausgewertet – einerseits um zu lernen, was gut funktioniert und was Verbesserungsbedarf hat; andererseits um die Erfolge auch auf andere Nachbarschaften und Städte verbreiten zu können.

Resultate

Der Vergleich der erhobenen Daten die vor und während der Durchführung ermittelt wurden zeigt, dass 100 Prozent der Lehrer und Kinder die Maßnahme befürworteten haben und mit der Straßenöffnung zufrieden waren (nLehrer= 65, nKinder = 432). Die Akzeptanz der Maßnahme bei den Bewohnerinnen und Bewohner lag bei 75 Prozent, was für eine positive Einstellung zur Maßnahme spricht. Jene die die Maßnahme nicht befürwortet haben befürchten eine Zunahme des Geräuschpegels. Als wichtigste Auswirkung ist die Zahl der auf der Straße spielenden Kinder zu nennen. Sie stieg um enorme 575 Prozent. Die Verkehrsmittelwahl für den Schulweg der Kinder hat sich ebenfalls zu Gunsten umweltfreundlicher und gesünderer Verkehrsmittel verändert. Während die Autofahrten um fast die Hälfte (45,4 Prozent) reduziert wurden, stieg der Anteil des öffentlichen Verkehrs um die Hälfte und der der aktiven Verkehrsmittel um 4,5 Prozent. Es kamen mehr Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule, da Eltern ihre Kinder nicht mehr vor der Schule absetzen konnten, und gleichzeitig kann davon ausgegangen werden, dass die Laborerfahrung auch das Bewusstsein der Eltern für alternative Verkehrsmittel schärfte.

Einreicher

Forschungsgesellschaft Mobilität gem. GmbH
Herr DI Karl Reiter
Schönaugasse 8a, 8010 Graz
reiter@fgm.at
0316 810451 523

www.fgm.at

Partner

Lendwirbel Graz : Umsetzungspartner

Fratz Graz: Umsetzungspartner

VS Gabelsberg: Umsetzungspartner

auf Facebook teilen twittern