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MOBIS: Mobilitätsverhalten in der Schweiz

MOBIS: Mobilitätsverhalten in der Schweiz
Joseph Molloy

Ziele/Ideen

Mobility-Pricing ist eine fast 100-jährige Idee um die Externalitäten des Verkehrs auf eine volkswirtschaftlich optimale Menge zu reduzieren. Die Umsetzung der Idee wurde lange durch die fehlende Technologie zu ihrer Erfassung und Erhebung verzögert. Es gibt noch sehr wenig praktische Erfahrungen damit und was es schliesslich bewirkt. Dieses Projekt geht über bisherige Befragungen und Verkehrsmodellstudien hinaus und testete die Wirkung dieser Idee in einem Experiment.

Die Anwendung von Mobility Pricing könnte auch weitere Schlüsselprobleme im Verkehr lösen, durch
o Korrektur von Ineffizienzen im Verkehrssystem, die Stau verursachen
o Verminderung des Spitzenstundenverkehrs
o Verringerung des Bedarfs an neuer Straßeninfrastruktur
o Ausgleich zukünftiger Einnahmeverluste bei der Benzinsteuer aufgrund des Fortschritts von Elektrofahrzeugen
o Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und des Radfahrens

Kurzbeschreibung

Das Ziel des Projekts "Mobilitätsverhalten in der Schweiz" (MOBIS) war es, die Wirkungen eines Mobility-Pricings auf das Mobilitätsverhalten der Menschen während 8 Wochen zu untersuchen und analysieren. Der Kern des Projektes war ein virtuelles Mobility-Pricing auf der Grundlage des beobachteten Verkehrsverhaltens der Teilnehmenden, d.h die Erfassung und Bepreisung aller externen Kosten des Verkehrs wie Stau-, Umwelt- und Gesundheitskosten, welche von der gesamten Gesellschaft getragen werden. Das Ziel war es auch, die Effektivität von Informationen im Vergleich zu finanziellen Anreizen zu untersuchen, um ein nachhaltigeres Mobilitätsverhalten zu fördern.

Resultate

Das Kernergebnis der Studie ist die signifikante Reduktion der externen Kosten, welche für die Teilnehmenden in der Pricing-Gruppe beobachtet wurde. Sie änderten ihr Verhalten sichtbar durch Verschiebungen in der Routenwahl, der Wahl der Abfahrtszeit und der Verkehrsmittelwahl.

Bei den Teilnehmenden, die das Bepreisungskonzept verstanden hatten, beobachteten wir einen Rückgang der externen Kosten um 10 % nach dessen Einführung. Die zusätzlichen (externen) Kosten machten 16% der Kosten einer nicht bepreisten Fahrt aus. Die gefahrenen Kilometer im Auto verringerten sich um 4%, was mit einer Zunahme der Nutzung des öffentlichen Verkehrs um 7%, des Fahrrads um 14% und des Zu-Fuss-Gehens um 3% einher geht.

Die MOBIS Studie zeigt auch, dass Mobility-Pricing in der Schweiz die erwarteten Wirkungen hätte, die durch Aufklärungsarbeit verstärkt werden könnten, respektive durch eine stärkere Lokalisierung der Preise der Externalitäten, gerade auch für den ÖV.

Einreicher

ETH Zürich
Herr Joseph Molloy
Eulenweg 5, 8048 Zurich
Joseph.molloy@ivt.baug.ethz.ch
+41765696412
 

Partner

ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich): Projektteam

Universität Basel: Projektteam

Zürcher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften: Projektteam

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