Einstreifige Kernfahrbahn und Schutzstreifen – mehr Sicherheit für Fuß- und Radverkehr

Einreichende Institution: Hochschule Darmstadt
Jahr: 2026
Projektbild 26217

Die einstreifige Kernfahrbahn mit Schutzstreifen ist ein Projekt der Hochschule Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Stadt Heusenstamm. In Straßen mit einer Fahrbahnbreite zwischen sechs und acht Metern stehen die Interessen von Radfahrenden, motorisiertem Verkehr und Fußgängern häufig im Konflikt. Oft werden Schutzstreifen von Autos mitgenutzt, wodurch der vorgeschriebene Sicherheitsabstand unterschritten wird. Um dies zu lösen, wurde in der Industriestraße in Heusenstamm ein Verkehrsversuch gestartet. Dabei erhielt die Fahrbahn eine schmale Kernfahrbahn von drei Metern Breite. Beidseitig wurden Schutzstreifen von jeweils 1,50 Metern markiert. Diese Aufteilung zwingt Fahrzeuge bei Begegnungen dazu, bewusst in den Raum des Radverkehrs auszuweichen, was die Sicherheit erhöht.

Das Innovative an dem Vorhaben liegt in der Übertragung bewährter Konzepte aus den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz auf deutsche Verhältnisse. In Deutschland fehlten zuvor belastbare Erkenntnisse zur Wirkung dieser Markierungsvariante. Der Ansatz trägt zur ökologisch verträglichen Mobilität bei, indem er den vorhandenen Straßenraum ohne zusätzliche Flächenversiegelung effizienter nutzt. Die schmale Kernfahrbahn senkt zudem das Geschwindigkeitsniveau des motorisierten Verkehrs und erschwert regelwidrige Überholvorgänge. Dies macht das Radfahren attraktiver und unterstützt den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.

Mit Stand Mai 2026 ist das Projekt fast abgeschlossen. Die ursprüngliche Versuchsphase wurde aufgrund positiver Ergebnisse bis Ende 2026 verlängert. Die Auswertung zeigt, dass der Radverkehrsanteil um rund 20 Prozent stieg, während die Zahl der Autos leicht rückläufig war. Konflikte im Seitenraum verschwanden, da Radfahrende die Fahrbahn nutzten. Die Ergebnisse wurden auf Fachveranstaltungen vorgestellt und führten zu Erlassen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Geplant ist die Integration der Erkenntnisse in technische Regelwerke. Zudem werden weitere Testfelder vorbereitet, um die Übertragbarkeit auf verschiedene Verkehrsbelastungen wissenschaftlich zu untersuchen.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

Hochschule Darmstadt

Partner

Stadt Heusenstamm: umsetzende Kommune

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