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Emissionsfrei unter Oberleitung: Der Eco DeMe Train

Emissionsfrei unter Oberleitung: Der Eco DeMe Train
PV-117 2017 Tobias Aigner DB RegioNetz Verkehrs GmbH Südostbayernbahn

Ziele/Ideen

Aufgrund des Klimaschutzes ist der Diesel in der Kritik. Der Ausstoß von CO2, NOx und Ruß ist klimaschädlich. Mangels Alternativen sind Dieselloks noch nicht im Fokus von Fahrverbotsdiskussionen wie bei Lkw und Pkw.
Die Frage, warum es zahlreiche Zugbewegungen mit Dieselloks auf elektrifizierten Strecken gibt, wird heute gestellt. Exemplarisch sei auf die Bahnstrecke von München bzw. Landshut über Mühldorf/ Inn nach Salzburg verwiesen. Es gibt weitere Strecken, die teilelektrifiziert sind und durchgängig von Dieselloks befahren werden.
Sofortige Maßnahmen sind nicht möglich. Die Elektrifizierung von Strecken geht zu langsam. Ein Unterbrechen der Züge mit Lokwechsel von Diesel auf Elektro ist weder logistisch noch finanziell möglich. Die Lösung für diese Probleme ist der Eco DeMe Train, da er den Einsatz des Dieselmotors auf ein Minimum reduziert und die Vorteile des Konzeptes auf den teilelektrifizierten Strecken nutzt um emissionsfrei durchgängig unter Oberleitung zu fahren.

Kurzbeschreibung

Der Eco DeMe Train, mit dem sich die Südostbayernbahn (SOB), ein Unternehmen der DB RegioNetz GmbH, bewirbt, stellt eine weltweit einmalige und erstmalige technische Innovation dar, die zum Schutz des Klimas initiiert wurde.
Um nicht auf die bauliche Elektrifizierung von Strecken warten zu müssen, hat die SOB eine Idee verfolgt. Der Eco DeMe Train ist ein Verbund aus einer zu modifizierenden Diesel-Elektrischen-Lok und einem neu zu entwickelndem Stromversorgungswagen.
Wenn eine Oberleitung genutzt werden kann, fährt der Eco DeMe Train mit Ökostrom aus der Oberleitung und die Dieselmotoren werden abgestellt. Wenn keine Oberleitung vorhanden ist, wird der Fahrstrom mit den Dieselgeneratoren konventionell erzeugt.
Im zweiten Schritt kann ein Energiespeicher nachgerüstet werden. Dieser sorgt bei Dieselbetrieb für eine Senkung des Treibstoffverbrauchs, da die Zugverbraucher: Licht, Heizung, etc. aus dem Energiespeicher versorgt werden. Unter Oberleitung wird dieser wieder aufgeladen.

Resultate

Wir erhoffen uns, dass durch die technische Lösung eine maximale Energieeffizienz und CO2 Einsparung auch auf teilelektrifizierten Strecken jetzt schon erreicht wird. Dazu trägt auch der Energiespeicher im nächsten Schritt bei.
Die 85 km lange Strecke München – Mühldorf am Inn ist z.B. zu einem Drittel elektrifiziert. Wird hier der Eco DeMe Train mit Energiespeicher eingesetzt, können pro Jahr 15,2 Mio. kg CO2 eingespart werden. Bisher kann die Bremsenergie einer dieselbetriebenen Lokomotive nicht zwischengespeichert werden. Erfolgt die Bremsung der Lokomotive nun mit den Elektromotoren wird die Energie variabel in den Energiespeicher, der im zweiten Entwicklungsschritt nachgerüstet wird, rekuperiert oder in die Zugheizung und andere Nebenverbraucher eingespeist. Nebenbei werden während des elektrischen Betriebes die Lärm- sowie die Luftbelastungen deutlich verringert und keine Abgase sowie Dieselmotorengeräusche mehr produziert.

Einreicher

DB RegioNetz Verkehrs GmbH, Südostbayernbahn Herr Dominik Schiebelsberger Bischof-von-Ketteler-Str. 1 84453 Mühldorf www.suedostbayernbahn.de 015237559828 dominik.schiebelsberger@deutschebahn.com

Partner

TU Dresden Fakultät Fakultät Verkehrswissenschaften, Professur Elektrische Bahnen: Partner

TH Nürnberg : Partner

TH Chemitz : Partner

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