ATTRACTIVE – Autonomous Train TRansponder Alerting Cross Track Intercepting VEhicles

Einreichende Institution: Karlsruher Institut für Technologie
Jahr: 2026

Das Projekt ATTRACTIVE ist ein Vorhaben des Karlsruher Instituts für Technologie zur Erhöhung der Sicherheit an nicht technisch gesicherten Bahnübergängen. Diese Übergänge setzen bislang auf Übersicht, Geschwindigkeitsreduktion und akustische Signale der Züge, was zu hoher Lärmbelastung führt und konventionelle technische Sicherungen aufgrund der Kosten oft ausschließt. Ziel des Projekts war es, die Aufmerksamkeit der Straßenverkehrsteilnehmenden gezielt auf den Bahnübergang zu lenken und die Vorrangregelung des Schienenverkehrs sichtbar zu machen, um das Unfallrisiko zu senken.

Das Innovative liegt in der Nutzung kabelloser Kommunikationstechnik, die sich bei der maschinellen Zug-Zug-Kommunikation bewährt hat. Ausgewählte Übergänge wurden mit einer mobilen Ampel ausgestattet, die automatisch über einen Transponder vom herannahenden Zug ausgelöst wird. Das System schaltet rechtzeitig nach einer Gelbphase auf Rot. Das Institut erforschte zudem netzunabhängige Energieversorgungen wie Solar-Batterien oder Brennstoffzellen. Dieser Ansatz ermöglicht einfache, flexible und kostengünstige Nachrüstungen ohne aufwendige Erdarbeiten. Ökologisch trägt das Projekt dazu bei, dass perspektivig auf Geschwindigkeitsreduzierungen und akustische Warnsignale verzichtet werden kann, was Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Lärmbelastung für Anwohnende reduziert.

Mit Stand Juni 2026 ist das Projekt abgeschlossen. Die technische Machbarkeit wurde in der Gemeinde Siegsdorf an der Strecke Traunstein-Ruhpolding erfolgreich demonstriert. Befragungen zeigten, dass Anwohnende stark durch das Pfeifen der Züge gestört sind und Triebfahrzeugführende die Übergänge als erheblichen Stressfaktor empfinden. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial für eine Weiterentwicklung. Mehrere Betreiber, darunter auch in Österreich, haben Interesse an der Einführung signalisiert. Die Reichweite beschränkte sich mit Stand Juni 2026 auf die Erprobungsphase, wobei das Skalierungspotenzial aufgrund der kostengünstigen Nachrüstbarkeit als hoch eingestuft wird.

Diese Zusammenfassung ist teilweise KI-modifiziert.

Einreicher

Karlsruher Institut für Technologie

Partner

Intelligence on Wheels: Projektpartner
Peter Berghaus GmbH: Projektpartner

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