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Lastenrad-Sharing im Wiener Wirtschaftsverkehr

Ziele/Ideen

In dieser Arbeit wird näher auf das Thema Lastenräder, welchen in unterschiedlichen Studien (Gruber, Rudolph; 2016 bzw. Reiter, Wrighton; 2014) ein beträchtliches Potential zur Verringerung der mittels Kraftfahrzeugen zurückgelegten Wege im Wirtschaftsverkehr zugeschrieben wird, eingegangen. Trotz dieses Potentials gibt es, aus der Perspektive der in dieser Arbeit näher betrachteten Kleinbetriebe, unterschiedliche Gründe, welche vom Kauf eines eigenen Lastenrades abhalten. Einerseits ist dies mit finanziellen Gründen zu erklären, da ein Lastenrad vor allem für Kleinbetriebe mit Anschaffungskosten zwischen 1.500 und 5.000 (ADFC; 2017; S. 22) relativ teuer ist. Andererseits sind die notwendigen Flächen zum Abstellen des Lastenrades in urbanen Räumen häufig nicht vorhanden. Des Weiteren zahlt es sich teilweise nicht aus, für die gelegentliche Nutzung ein eigenes Lastenrad zuzulegen. Dies erklärt möglicherweise auch die aktuell kaum wahrnehmbare Nutzung von Lastenrädern im Wiener Wirtschaftsverkehr.
Daher könnte Lastenrad-Sharing den entscheidenden Impuls geben, um für Betriebe eine sinnvolle Alternative zu Kraftfahrzeugen darzustellen. In dieser Arbeit wurde näher auf das Potential und die Umsetzung und Organisation von Lastenrad-Sharing im Wirtschaftsverkehr, mit speziellem Augenmerk auf die Anforderungen der einzubindenen Sharing-Stationen, gelegt.

Die definierten Forschungsfragen lauten folgendermaßen:

Für welche Wirtschaftsverkehre könnte Lastenrad-Sharing eine sinnvolle Alternative zu Kraftfahrzeugen darstellen?
Worauf ist bei der Umsetzung und Organisation von Lastenrad-Sharing, insbesondere mit Blick auf die Sharing-Stationen, zu achten?
Wie könnte Lastenrad-Sharing im Wiener Wirtschaftsverkehr etabliert werden?

Kurzbeschreibung

In der Arbeit wird auf das Potential von Lastenrad-Sharing unter Wiener Kleinbetrieben eingegangen. Dabei wird der Fokus, nach der Identifizierung der Einsatzbereiche von Lastenrädern im Wirtschaftsverkehr, näher auf die Anforderungen und Auswahl der Sharing-Stationen gelegt.
Dazu werden einerseits Betriebe, welche bei der Wiener Grätzlrad-Initiative als Sharing-Stationen fungieren, zu den Erfahrungen damit befragt. Andererseits werden Radwerkstätten, welche in der Arbeit als ideale Lastenrad-Sharing-Stationen gesehen werden, zu deren Einstellung bzgl. eines möglichen Lastenrad-Sharing-Angebotes befragt.
Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird ein Konzept erstellt, welches Kleinbetriebe in urbanen Wiener Grätzln ansprechen und zur Umsetzung von Lastenrad-Sharing motivieren sollte. Bei der Umsetzung steht neben Bewusstseinbildung und Information in Frage kommender Betriebe vor allem die Vernetzung dieser und die Einbindung von Radwerkstätten als Sharing-Stationen im Vordergrund

Resultate

Folgende Erkenntnisse aus den Erhebungen liegen vor ...

aus den Interviews mit den Grätzlrad-Betrieben (zu den Erfahrungen mit Grätzlrad-Sharing):
- Angebot wird fast ausschließlich von Privatpersonen genutzt (hauptsächlich von Familien mit Kindern oder für kleinere Transporte im Grätzl oder Fahrten zum Mistplatz)
- die vorhandenen Abstellplätze sind oft nicht optimal
- die einfache Abwicklung des Verleihprozesses und Niederschwelligkeit wird von den Grätzlrad-Betrieben sehr geschätzt

aus den Befragungen der Radwerkstätten (zu den Hauptgründen gegen ein mögliches Angebot von Lastenrad-Sharing):
- kein verfügbarer Abstellplatz
- zu geringe Nachfrage
- nicht gegebene Wirtschaftlichkeit

Aus diesen Erkenntnissen wurden für die Ausarbeitung des Lastenrad-Sharing-Konzeptes in dieser Arbeit folgende zentrale Fragestellungen abgeleitet:
- Wie können Betriebe angesprochen und für Lastenrad-Sharing motiviert werden?
- Wie kann ein optimaler Abstellplatz eingerichtet werden?
- Wie kann die Umsetzung und Organisation von Lastenrad-Sharing möglichst einfach gestaltet werden?
- Wie kann ein wirtschaftlich attraktives Konzept umgesetzt werden?

Einreicher

Benjamin Tschugg Goldeggasse 31/2/33, 1040 Wien benni.tschugg@gmail.com +436641101603

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